Unternehmen profitiert von Worldcom-Pleite
AT&T hat das schlimmste hinter sich

Der US-Telefon- und Kabelfernsehkonzern AT&T hat im zweiten Quartal 2002 nach Abschreibung von Firmenwerten einen Verlust von 12,7 Milliarden Dollar verzeichnet. Der Umsatz sei wegen des rückläufigen Telefongeschäfts um 6,2 Prozent gefallen, teilte der Konzern am Dienstag in New York mit.

Reuters NEW YORK. AT&T leidet Analysten zufolge unter der Flut von Kommunikationsnetzen, dem Nachfragerückgang und dem Wettbewerb der lokalen Telefonunternehmen, der so genannten Baby-Bells. Es gebe allerdings Zeichen, dass AT&T das Schlimmste hinter sich habe, hieß es. AT&T teilte mit, die Wechselquote der Kunden zu Mobilfunk und Internet-Dienstleistungen von Ferngespräch beginne sich zu stabilisieren.

AT&T wies am Dienstag in New York für das zweite Quartal nach Abschreibungen von Firmenwerten in Höhe von 13,1 Milliarden Dollar einen Verlust von 12,7 Milliarden Dollar oder 3,49 Dollar je Aktie aus. Der Umsatz sei um 6,2 Prozent auf 12,1 Milliarden Dollar gesunken.

Die im Dow-Jones-Index gelisteten Aktien reagierten positiv auf den Quartalsbericht. Bei einem kaum veränderten Dow-Jones-Index zogen die AT&T-Aktien um 1,4 Prozent auf 9,65 Dollar an. Der Aktienkurs ist im bisherigen Jahresverlauf um 47,5 Prozent gefallen.

AT&T profitiert von den Worldcom-Problemen

Ohne Abschreibungen sei ein Anstieg des Gewinns je Aktie auf sieben Cent von vier Cent im gleichen Vorjahreszeitraum erzielt worden, teilte AT&T mit. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten den bereinigten Gewinn je Aktie mit drei Cent erwartet. AT&T profitierte nach eigenen Angaben von den Problemen des Konkurrenten Worldcom , die am Sonntag einen Insolvenzantrag mit Gläubigerschutz gestellt hatte. Die Worldcom-Kunden suchten Alternativ-Anbieter, hieß es.

Im dritten Quartal erwartet AT&T nach Einmalbelastungen den Gewinn je Aktie zwischen drei und sechs Cent. Der Umsatz dürfte dabei etwas stärker sinken als im zweiten Quartal, hieß es.

Im Geschäft mit Privatkunden sei der Umsatz im zweiten Quartal um 21,8 Prozent auf 2,91 Milliarden Dollar gesunken, teilte AT&T weiter mit. Viele Kunden hätten von Ferngesprächen zu Mobilfunk und Internetdienstleistungen gewechselt. Die Wechselquote beginne sich aber zu stabilisieren, hieß es. Der Umsatzrückgang im Privatkundengeschäft werde im Gesamtjahr am "günstigeren Ende" der vorher prognostizierten Spanne von Mitte 20 Prozent liegen.

Im Geschäft mit Unternehmenskunden sei der Umsatz um 3,8 Prozent auf 6,74 Milliarden Dollar gesunken. Die Kabelfernsehtochter AT&T Broadband habe einen Umsatzrückgang um 1,5 Prozent verzeichnet.

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