Unternehmen sieht neue Vertriebsorganisation auf gutem Wege
Honda will Europa-Absatz im nächsten Jahr erhöhen

Die Honda Motor Co., Tokio, strebt im kommenden Jahr in Europa eine massive Ausweitung des Absatzes an . Trotz des schwierigen Marktumfelds will das Unternehmen 250 000 Fahrzeuge verkaufen und damit 25 % mehr als im Vorjahr. Dies erklärte der Präsident der Honda Motor Europe (North) GmbH, Offenbach, Hiroshi Kobayashi, gegenüber dem Handelsblatt in Tokio.

ga TOKIO. Im Jahr 2003 soll im Europa-Geschäft der Break-even erreicht werden. Im vergangenen Geschäftsjahr 2000/01 (31.3.) hatte Honda bei einem Europa-Absatz von 191 000 Fahrzeugen und damit 7,4 % mehr als im Vorjahr einen operativen Verlust von 55,5 Mrd. Yen erwirtschaftet. Das stellte den höchsten Wert unter den fünf führenden japanischen Autoherstellern dar.

Diese ehrgeizige Ziele will Honda mit dem neuen "Civic" erreichen, der im kommenden Jahr auch als Dieselversion angeboten wird, sowie der Markteinführung des "Jazz" und einer völlig erneuerten Version des Offroad-Fahrzeugs "CR-V". Von dem als Konkurrenz zum "Polo" von Volkswagen konzipierten "Jazz" sollen im nächsten Jahr in Europa 30 000 bis 40 000 Stück verkauft werden, so Kobayashi.

Ungünstige Wechselkursrelation belastet

Die maßgeblich durch die ungünstigen Wechselkursrelationen von britischem Pfund und Euro bestimmten operativen Verluste will Honda durch eine Steigerung der Beschaffung von Komponenten aus Kontinentaleuropa verbessern. Kobayashi sagte, dass die Dieselmotoren für den "Civic" bereits aus dem Werk der Isuzu Motors Ltd. (GM-Gruppe) in Polen bezogen werden. Obwohl er sich ein zweites Werk in Deutschland wünsche, dürfte es dazu angesichts der Kapazitäten in Großbritannien nicht kommen, erklärte Kobayashi. Daneben wird jetzt auch in Frankreich der Vertrieb umstrukturiert, um den Wettbewerb "zu normalisieren".

Rabattwettbewerb eingestellt

Die von ihm im August 1999 in Gang gesetzte Neuordnung des Vertriebs in Deutschland, Österreich und den Benelux-Staaten sei zwar noch nicht beendet, sie befinde sich aber auf guten Wege, so Kobayashi: Der "nutzlose Rabattwettbewerb" sei eingestellt worden. In Deutschland rangiere die Umsatzrentabilität der von 500 auf 200 reduzierten Vertriebspartner jetzt an der Spitze der Gesamtbranche. Von dieser Basis aus seien die Händler zu einer Ausweitung ihrer Verkaufs- und Service-Stützpunkte übergegangen. Sein Vorgehen, die Verträge mit allen Händler auf einen Schlag zu kündigen sei zwar "sehr drastisch" gewesen. Das jetztige Vorgehen der Konkurrenten bestätige aber, dass der Schritt richtig gewesen sei, sagte Kobayashi. 2005 soll in Deutschland ein Absatz von 100 000 Fahrzeugen und ein Marktanteil von 3 % erreicht werden: "Nur mit einem Jahresverkauf von 500 Fahrzeugen werden die Händler in der Lage sein, im Wettbewerb zu überleben."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%