Unternehmen sieht sich durch Fondsmanager bestätigt
Porsche trotzt Deutscher Börse

Die im MDax notierte Dr.-Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart, sähe es "sehr gelassen", wenn ihre Aktie von der Deutschen Börse AG, Frankfurt, wegen der Nichtabgabe von Quartalsberichten aus diesem Index herausgenommen würde.

vwd/dpa-afx STUTTGART. Das sagte ein Porsche-Sprecher am Freitag auf Anfrage und fügte hinzu, das Unternehmen bleibe bei seinem endgültigen Nein zur Veröffentlichung von Vierteljahreszahlen. Die weitere Entscheidung liege jetzt bei der Deutschen Börse. Porsche fühle sich in seiner Haltung durch Signale von den Finanzmärkten und durch viele Gespräche mit Fondsmanagern bestätigt.

Die Frist für die Abgabe des Quartalsberichts war am 23. Juni abgelaufen. Porsche veröffentlicht neben der Jahresbilanz lediglich Halbjahresberichte. Einige Fachleute - so die Analysten von Merck Finck & Co - hatten allerdings vor kurzem auch negative Folgen für Porsche durch einen Ausschluss aus dem MDax gesehen. Einen kompensierenden Effekt könne jedoch die voraussichtliche Aufnahme der Porsche-Aktie in den bedeutenden internationalen MSCI-Index haben, meinten verschiedene Analysten.

Seit Anfang des Jahres müssen die im MDax notierten Unternehmen alle drei Monate Zahlen veröffentlicht. Wer diese Verpflichtung nicht nachkommt läuft Gefahr aus dem Index ausscheiden zu müssen. Darüber befinde der Arbeitskreis Aktienindizes, der voraussichtlich am 7. August über Porsche beraten wird. Die endgültige Entscheidung über den Verbleib liege dann beim Vorstand der Börse. Der Ausschluss könnte nach Angaben der Börse Mitte September wirksam werden.

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