Unternehmen sprach von Spekulationen
Herlitz droht in den nächsten Tagen Insolvenz

Dem Berliner Schreibwarenhersteller Herlitz droht nach Angaben aus Bankenkreisen in den nächsten Tagen die Insolvenz.

Reuters BERLIN. Eine in Aussicht gestellte Bürgschaft des Landes Berlin in Höhe von 20 Mill. Euro für das angeschlagene Unternehmen komme offenbar nicht zu Stande, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag in den Kreisen. Berlin und Brandenburg wollten nur neun Mill. absichern. Daher könne ein Kredit in Höhe von 30 Mill. Euro nicht gewährt werden. Herlitz werde dann in den nächsten Tagen Insolvenz anmelden müssen, hieß es in den Kreisen weiter.

Am Donnerstag tagten die Banken in Berlin unter der Konsortialführerschaft der Deutschen Bank. Die Institute halten bereits etwa 70 % an Herlitz. Das Unternehmen sprach von Spekulationen und wollte sich nicht weiter äußern. Eine Sprecherin des Wirtschaftssenats des Landes Berlin sagte, eine Bürgschaft sei vom zuständigen Senatsausschuss gebilligt worden. Über die Höhe machte sie jedoch keine Angaben.

Ende Februar hatte Herlitz erklärt, die Banken wollten Kredite verlängern, sofern die Bürgschaft zu Stande käme. Diese hatte Wirtschaftssenator Gregor Gysi (PDS) in Aussicht gestellt. Mit einem kleineren Anteil wollte sich auch das Land Brandenburg beteiligen. Herlitz hat knapp 3000 Beschäftigte. Das Land Berlin selbst ist hoch verschuldet und steht am Rande einer Haushaltsnotlage

.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%