Unternehmen und Börse
Blaxxun lässt Nutzer durch virtuelle Welten wandern

Das Internet ist zwar eines der am schnellsten wachsenden Medien überhaupt, dient aber im Moment nach Meinung der deutsch-amerikanischen Blaxxun Interactive Inc., San Francisco, noch vordergründig dem Austausch von Wort und Schrift. Mit Blaxxun-Software soll es zur virtuellen Welt wachsen.

scc FRANKFURT/M. Die Online-Umgebung soll demnach nicht nur sichtbar, sondern virtuell durchwanderbar und erlebbar werden. Konkrete Beispiele gibt es bereits. So bietet der Münchener Airport Center mit der Blaxxun-Software einen Rundgang über das Flughafengelände im Netz an und zeigt dabei Ladenmiet- und Einkaufsangebote. Für den französischen Bezahlsender Canal Plus entwarf Blaxxun einen Rundgang durch Paris mit einer Kombination aus Touristik, Kultur und Einkaufsmöglichkeiten. Den Vorteil seiner Software sieht Vorstandsvorsitzender Franz Buchenberger in der besseren Darstellung erklärungsbedürftiger Produkte.

Neben diesen Anwendungen, die bei Blaxxun unter den Bereich Commerce zusammen gefasst werden, bietet das 1995 gegründete Unternehmen auch Anwendungsmöglichkeiten für Internet-Communities. Für die in über 90 Ländern ausgestrahlte Zeichentrickserie Simsala Grimm wurde zum Beispiel eine Parallelwelt installiert. Mit dem dritten Geschäftsbereich Collaboration will Blaxxun die Teamarbeit in Unternehmen fördern und dabei Qualitäts- und Zeitverluste mindern.

Den Entwicklungsvorsprung der eigenen Software vor dem Wettbewerb sieht Buchenberger bei zwei Jahren. Dieser schlug sich in der Vergangenheit allerdings noch nicht in Zahlen nieder. Bisher wurde stets ein operativer Verlust geschrieben. So wurde zwar der Umsatz in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres (30. April) um 209 % auf 4,11 Mill. $ im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert. Gleichzeitig wuchs aber auch der operative Verlust in diesem Zeitraum um 6,61 Mill. $.

Mit Zukunftsprognosen hielt man sich bei Blaxxun bedeckt. Parallel zur geplanten Erstnotiz am Neuen Markt läuft ein Antrag zur Registrierung bei der US-Börsenaufsicht SEC. Die Analysten der konsortialführenden DG Bank rechnen mit einem jährlichen Umsatzwachstum von 155 % bis ins Jahr 2004. Gleichzeitig ermittelten sie einen fairen Preis zwischen 7,70 und 11,80 Euro je Aktie. Ein positiver Cash-Flow soll im April 2002 erreicht werden. Bis dahin soll der berechnete monatliche Liquiditätsschwund 1,1 Mill. $ betragen. Die bisher aufgelaufenen Verluste beliefen sich zum 31.7.1999 auf 17,88 Mill. $.

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