Unternehmen vertrauen auf etablierte Techniken
Systems 2001 steht im Zeichen der IT-Sicherheit

Die 20. Computermesse Systems steht ganz im Zeichen der Sicherheit von Informationstechnik und Telekommunikation. Während die Zahl der Aussteller um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken ist, präsentieren mehr Unternehmen Lösungen für den sicheren Datentransfer.

ddp MÜNCHEN. Das IT-Security-Forum - ein Bereich in der Halle B1, wo 100 Unternehmen Sicherheitstechniken zeigen, ist gegenüber 2000 um rund 100 Prozent gewachsen. Fast 200 Vorträge informieren neben den Präsentationen auf den Ständen über neueste Entwicklungen und Trends. Nachdem im vergangen Jahr der neue Mobilfunkstandard UMTS eines der großen Themen war, zeigen die Unternehmen jetzt neue Produkte und Dienste, die auf bereits etablierten Techniken basieren.

Die Industrie will mit den Gefahren, die sich aus Kommunikation und Geschäften über das Internet und die Mobilfunknetze ergeben, nicht allein bleiben. Der Branchenverband Bitkom fordert ein stärkeres Engagement der deutschen Politik für IT-Sicherheit. IT-Sicherheit müsse generell zum integralen Bestandteil von Sicherheitspolitik werden, sagte Bitkom-Vizepräsident Willi Berchtold. Nach Meinung des Branchenverbandes sollten etwa Ausweispapiere in Zukunft nicht allein durch den Fingerabdruck ergänzt werden. Vielmehr müsste auch ein digitaler Fingerabdruck in Form eines biometrischen Verfahrens die eindeutige Identifikation von Personen gewährleisten. Darüber hinaus fordert der Verband die Einrichtung so genannter Computer Emergency Response Teams (CERT) für Deutschland, um auf aktuelle Gefahren etwa durch Viren, Würmer, Trojaner oder Serviceverweigerungsangriffe (Denial-of-Service-Attacks) reagieren zu können.

Zu den Unternehmen, die neue Dienste auf der Basis bereits etablierter Technik zeigen, gehört Quam. Der fünfte Mobilfunkanbieter im deutschen Markt, will noch im Weihnachtsgeschäft die ersten Kunden für seine Dienste gewinnen, wie Quam-Geschäftsführer Ernst Folgmann sagte. Dabei startet das Gemeinschaftsunternehmen der Telekommunikationsanbieter Telefónica Móviles aus Spanien und Sonera aus Finnland, das im August 2000 eine UMTS-Lizenz erworben hatte, noch keine Dienste mit dem neuen Mobilfunkstandard. Zukünftige Quam-Kunden telefonieren zunächst über das GSM-Netz von E-Plus. UMTS wird es auch mit Quam voraussichtlich erst Anfang 2003 geben.

Die Deutsche Telekom will mit einem Breitband-Internetzugang via Satellit auch den Kunden in ländlichen Gegenden schnelles Surfen ermöglichen. Dort können in der Regel aus technischen Gründen keine kabelgebundenen DSL-Zugänge gelegt werden, weil die Vermittlungsstellen zu weit auseinanderliegen. Dabei musste der Bonner Ex-Monopolist seine Absatz-Erwartungen für T-DSL aufgrund massiver Lieferschwierigkeiten im ersten Halbjahr herunterschrauben. Bis zum Ende des Jahres würden vermutlich nur etwas mehr als 2 Millionen Kunden an das Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen, sagte der Leiter National und International Business bei der Telekom-Tochter T-Com, Hans Albert Aukes. Bisher habe die Telekom 1,2 Millionen Anschlüsse gelegt. Rund 300.000 Kunden warteten noch auf ihren Zugang.

Die Systems auf dem Gelände der Neuen Messe München ist noch bis Freitag jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffent.

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