Unternehmen weist Verdacht zurück: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Post

Unternehmen weist Verdacht zurück
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Post

Im Fall des Weiterverkaufs angeblich nicht zustellbarer Pakete und Päckchen hat die Bonner Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen Verantwortliche der Deutschen Post AG aufgenommen. Ermittelt werde des Verdachts der Unterschlagung. Ein Behördensprecher bestätigte am Samstag einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel".

HB/dpa BONN. Auslöser für die Strafanzeige eines Postkunden war ein "Spiegel"- Bericht vom Dezember über den Weiterverkauf von Paketen, die - so der Vorwurf - trotz zum Teil unklarer Adressierung hätten zugestellt werden können. Jahrelang soll die Post Hunderttausende von Paketen und Päckchen an eine Geschäftsfrau in Bayern verkauft haben. Der Inhalt der Sendungen sei später auf einem Schnäppchenmarkt angeboten worden. Der Post wird dem Bericht zufolge jetzt vorgeworfen, es sei ihr möglich gewesen, viele der Pakete korrekt weiterzuleiten. Denn darin sollen sich nach Angaben von Mitarbeitern des bayerischen Unternehmens ausreichende Hinweise auf Absender oder Empfänger befunden haben.

Ein Sprecher der Post wies den Verdacht zurück. Die Post könne betriebswirtschaftlich gar kein Interesse daran haben, systematisch Pakete als unzustellbar zu deklarieren und weiterzuverkaufen. Im Fall von Nachfragen von Absendern oder Empfängern hafte das Unternehmen verschuldensunabhängig in einer Höhe von bis zu 500 Euro. "Am besten wäre es, wenn wir nicht ein einziges Paket weiterschieben müssten", sagte Postsprecher Dirk Clasen.

Im Vergleich zu den zwei Millionen Paketen, die die Post täglich transportiere, sei der Anteil der unzustellbaren Sendungen sehr gering. Es komme aber zum Beispiel vor, dass der Empfänger das Paket nicht annehmen und der Absender nicht zurücknehmen wolle. "Das ist dann wie ein Koffer am Flughafen, der nicht abgeholt wird.

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