Unternehmen wollen mit neuen Allianzen Markt beleben
Die Mobilfunkindustrie rückt zusammen

Um dem stagnierenden Mobilfunkmarkt neue Impulse zu geben, formieren sich immer neue Allianzen in der Branche. Viele Unternehmen rücken offensichtlich zusammen, um voneinander zu profitieren. Auf der Fachmesse 3GSM World in Cannes jagt eine Ankündigung die nächste: Nokia arbeitet mit dem weltgrößten Computerhersteller IBM und einem der führenden Datenbankhersteller Oracle zusammen. T Online setzt auf eine Kooperation mit Microsoft. Und Siemens will die Mobilfunkbetreiber als Partner gewinnen.

HB/dpa CANNES. "Nach Jahren der Versprechungen sind jetzt endlich neue Technologien in den Händen der Endverbraucher", sagte Erik Anderson, Senior Vize-Präsident von Nokia am Dienstag in Cannes. Um den Markt tatsächlich in Schwung zu bringen, müsse die Industrie zusammenarbeiten. Nur mit Partnern könnten die Angebotspalette wachsen und sich Innovationen durchsetzen.

Der Mobilfunkpartner sei durch seine Kooperationen aktiv auf den Märkten für Spiele, Geschäftskunden-Anwendungen, Bilder und Musikdiensten. "Wir haben Nokia in verschiedene Geschäftsfelder unterteilt", erläuterte der Nokia-Vizepräsident. So wolle der finnische Mobilfunkhersteller als ersten Schritt gemeinsam mit IBM elektronische Post auf die verschiedensten mobilen Geräte für Geschäftskunden bringen.

In der bisher fehlenden Zusammenarbeit sieht auch Siemens-Vorstand Rudi Lamprecht eine der fundamentalen Schwierigkeiten. "Endverbraucher nehmen die Anwendungen nicht an, weil es zu wenig Integration zwischen den Marktteilnehmern gibt", sagte Lamprecht vor Journalisten. Als einen Schritt zur Wiederbelebung der Nachfrage kündigte er daher eine enge Entwicklungsarbeit mit den Mobilfunkbetreibern an. Ihnen käme eine Schlüsselstellung zu auf Grund ihrer millionenfachen Kundenbeziehungen zu den Endverbrauchern und dem Know-how in der Abrechnung.

Konkrete Zukunftsszenarien für die Branche wollte der Nokia-Vize nicht entwerfen. "Wir können sie uns vorstellen. Wir können aber nicht voraussagen, was es zum Beispiel bedeutet, wenn in Zukunft jeder ein Mobilgerät mit eingebauter Kamera in der Tasche tragen wird", sagte Anderson. Die Industrie müsse die Produkte den Menschen in die Hand geben und dann beobachten, wie sich der Gebrauch im Alltag entwickele. Nur so seien Innovationen möglich.

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