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Unternehmens-Optimierer und Börsenstar: 20 Jahre IDS Scheer

Saarbrücken (dpa/lrs) - Die IDS Scheer AG war erst 1999 an die Börse gegangen - und ist so etwas wie einer der letzten Stars vom ehemaligen Neuen Markt. Ende August soll das 20. Firmenjubiläum gefeiert werden.

Saarbrücken (dpa/lrs) - Die IDS Scheer AG war erst 1999 an die Börse gegangen - und ist so etwas wie einer der letzten Stars vom ehemaligen Neuen Markt. Ende August soll das 20. Firmenjubiläum gefeiert werden.

"Abgesehen vom Weltkonzern SAP hat kein deutsches Softwareunternehmen die Computerwelt so nachhaltig beeinflusst", schrieb kürzlich die "Wirtschaftswoche" und nannte IDS Scheer einen "Glücksfall für die deutsche IT-Landschaft".

Seit 1984, als der Saarbrücker Wirtschaftsprofessor August-Wilhelm Scheer sein Software- und Beratungshaus aus der Universität heraus gründete, ist die Beschäftigtenzahl bei IDS Scheer von quasi Null auf 2000 gestiegen. Der Jahresumsatz schickt sich an, 2004 in Richtung 300-Millionen-Euro-Grenze zu klettern.

Das Patentrezept erfolgreicher Firmen lautet: Bei möglichst jedem Schritt schneller, kostengünstiger und kundenfreundlicher zu sein als die anderen. Seit 20 Jahren hilft nun der vielfach preisgekrönte Saarbrücker IT-Dienstleister nahezu 90 % der DAX-Unternehmen und vielen anderen Firmen mit Software und Beratung dabei, die Geschäfte zu optimieren.

Trotz schon wochenlanger Börsen-Talfahrt notiert die inzwischen im Tecdax gelistete IDS Scheer-Aktie noch immer etwas über ihrem einstigen Ausgabekurs von 12,50 ?. "Das kann kaum noch ein anderes Ex-Neue Markt-Unternehmen von sich behaupten", sagt ein Frankfurter Analyst und Finanzexperte.

Auf Kritikerfragen, ob er mit seinen Modellen zur Optimierung von Geschäftsprozessen nicht auch dazu beitrage, bei anderen Unternehmen etliche Arbeitsplätze zu vernichten, gibt sich der IDS-Firmengründer und jetzige Aufsichtsratschef Scheer (63) schlagfertig: "Auf jeden Fall wurden so Tausende international tragfähige Arbeitsplätze erhalten". Bei jedem Beitrag zur Rationalisierung in Unternehmen stelle sich nämlich "die Frage, ob wir im Schlendrian verharren dürfen oder ob wir uns dem internationalen Wettbewerb stellen".

Scheer selbst, der einst auch die von Kanzler Helmut Kohl (CDU) geführte Bundesregierung beriet, bekam erst im Vorjahr für seine Prozessmanagement-Software Aris den hoch dotierten Philip Morris-Forschungspreis. Ebenfalls 2003 wurde er mit vier anderen deutschen Top-Firmen "Entrepreneur (Unternehmer) des Jahres". Auf der etwa 4000 Namen zählenden Kundenliste von IDS Scheer, zu der auch einige öffentliche Einrichtungen zählen, fehlt einer noch: die Bundesagentur für Arbeit. "Wir bedauern, dass dort die großen Millionenaufträge an ausländische Unternehmen vergeben werden", sagt Scheer.

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