Unternehmensberater in der Krise
Kommentar: Fluch und Segen

DÜSSELDORF. Die lang anhaltende Konjunkturflaute ist für die Gilde der Unternehmensberater Fluch und Segen zugleich.

Fluch, weil die großen Konzerne als traditionelle Auftraggeber der Berater zum Sparen gezwungen sind und deshalb etliche Projekte streichen und die Verbindungen zu manchen Beratern ganz kappen.

Segen, weil die Unternehmen oft gerade beim Sparen die Hilfe von Beratern brauchen. Das gilt vor allem dann, wenn sie nicht nur den Rasenmäher ansetzen und phantasielos überall Ausgaben kürzen, sondern ganze Bereiche ausgliedern oder das Geschäftsmodell umkrempeln.

Solche aufwändigen Schlankheitskuren sind begehrte Aufträge für Beratungsfirmen, doch von ihnen profitieren vor allem die Großen der Branche. Unter Druck geraten die Kleinen und Mittelgroßen. Verzweifelt kämpfen sie mit Preissenkungen gegen die Auftragsflaute an, doch manch eine Beratungsfirma aus der zweiten und dritten Reihe könnte es in den kommenden Monaten aus der Kurve tragen.

Warum sollte es den Beratern in der Krise auch anders gehen als den Beratenen?

Quelle: Handelsblatt

Dirk Hinrich Heilmann
Dirk Heilmann
Handelsblatt / Chefökonom
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