Unternehmensnachrichten aus dem Ausland geben den Ausschlag
Europas Börsen im Minus

Die europäischen Börsen haben am Dienstag mehrheitlich im Minus notiert. Ausschlag gebend waren nach Händlerangaben die Unternehmensnachrichten aus den USA. "Es müssten schon zwei, drei gute Gründe und Auslöser da sein, damit das Marktsentiment wieder dreht", sagte ein Händler. Dennoch konnten sich einzelne europäische Technologiewerte von den Vorgaben abkoppeln.

Reuters FRANKFURT. Von den Märkten negativ aufgenommen wurde auch die Gewinnwarnung des Elektrotechnikkonzerns ABB. Markteilnehmer äußerten die Befürchtung, dass nun auch Standardwerte vom Abwärtstrend betroffen sein könnten.

Die US-Futures deuteten unterdessen auf einen freundlicheren Trend an der New Yorker Börse hin. Der Nasdaq-100-Future für September legte bis gegen Mittag um 7,5 Punkte zu, der S&P-Future stieg um vier Punkte. Der technologielastige Nasdaq-Index hat am Montag mit 1 988,56 Punkten geschlossen. Der Dow-Jones-Index war mit 10 424,42 Zählern aus dem Handel gegangen.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz lag am Dienstagmittag mit moderaten 0,04 % im Plus bei 3 825,35 Punkten. Der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) notierte 0,09 % höher bei 3 980 Zählern.

London - Von Invensys-Gewinnwarnung belastet

Überschattet von einer Gewinnwarung des Elektronikkonzerns Invensys hat die Londoner Börse mit Kursabschlägen tendiert. Der FTSE-Index fiel um 0,2 % auf 5 394 Punkte. "Der Markt ist von der Invensys-Gewinnwarnung getroffen", sagte ein Händler. Die Papiere von Invensys verloren mehr als 17 % auf 84-3/4 Pence. Invensys hatte bekannt gegeben, dass der Betriebsgewinn etwa 20 % unter den Erwartungen des Marktes liegen und der Stellenabbau ausgeweitet werde. Indexschwergewicht Vodafone gab nach Kursgewinnen am Vortag mit 146-3/4 Pence mehr als ein Prozent ab. Zu den größten Gewinnern zählten dagegen die Aktien des Chipherstellers ARM. Sie legten um fast sieben Prozent auf 249,82 Pence zu, nachdem das Unternehmen am Montag eine deutliche Steigerung des Betriebsgewinns bekannt gegeben hatte.

Zürich - ABB im Fokus

Die Aktien an der Schweizer Börse haben unter Einfluss der negativen Quartalszahlen von ABB schwächer tendiert. Der SMI-Index gab 0,94 % ab auf 6 862,3 Punkte. "ABB sind sehr schlecht aufgenommen worden", sagte ein Händler. Der Elektrotechnikkonzern hatte einen Gewinneinbruch von 40 % sowie den Abbau von 12 000 Arbeitsplätzen in den nächsten 18 Monaten bekannt gegeben. ABB -Aktien verloren bis zu 15 % bei einem Stand von 20,10 sfr und markierten damit ein neues Jahrestief.

Pariser Börse orientierungslos

Orientierungslos zeigte sich die Pariser Börse. Gegen Mittag lag der CAC-40-Index bei 4 909,16 Zählern mit 0,08 % im Minus. Die französischen Aktien seien allgemein von der Gewinnwarnung der Elektrotechnikkonzerns ABB beeinflusst worden, sagten Händler. Um mehr als sechs Prozent zulegen konnten dagegen die Werte des Softwarehersteller Dassault Systemes auf 42,86 Euro. Die Papiere des Medienkonzerns Vivendi stiegen um 2,54 % auf 64,70 Euro. Ebenfalls um mehr als zwei Prozent erhöhten sich die Aktien von Thomson Mulimedia auf 36,14 Euro.

Mailand - MIB30-Index dreht ins Plus

Nach anfänglichen Kursverlusten hat die Mailänder Börse im Handelsverlauf ins Plus gedreht. Der MIB30-Index notierte gegen Mittag 0,21 % fester bei 36 041 Zählern. Zu den größten Gewinnern gehörten die Papiere des Energiekonzerns Enel . Sie verteuerten sich mit 7,5 Euro um 1,6 %. Enel hatte zuvor bekannt gegeben, dass der Konzern seine Tochter Elettrogen für 2,63 Mrd. Euro an das von Endesa angeführte spanische Bieterkonsortium verkaufen werde. Zu den größten Verlierern gehörten die Aktien der Investmentbank Mediobanca mit einem Minus von 1,56 % bei 12,33 Euro, nachdem am Markt Händlerangaben zufolge Zweifel über die Zukunft der Bank aufgekommen waren.

Aktienmarkt in Madrid schwächer

Die Standardwerte an der Börse in Madrid haben Kursverluste verbucht. Der Ibex-Index verlor 0,25 % auf 817,76 Punkte. Leicht zulegen konnten dagegen die Titel des spanischen Versorgerunternehmens Endesa, nachdem die Firma als Mitglied eines Bieterkonsortiums am Montag den Zuschlag für die Übernahme des italienischen Energieunternehmens Elettrogen erhalten hatte. Die Papiere von Endesa gewannen 0,27 % auf 18,5 Euro hinzu. Zu den Verlierern gehörten die Aktien der Bank Santander Central Hispano. Sie verloren 0,71 % auf 9,82 Euro. Morgan Stanley hatte die Bank am Vortag von "outperform" auf "neutral" heruntergestuft.

Amsterdamer Börse gegen den Trend fester

Die Amsterdamer Börse hat sich gegen den Trend der europäischen Nachbarbörsen fester behauptet. Der AEX-Index stieg um 0,21 % auf 541,01 Zähler. Besonders der Titel des Chipherstellers ASM International konnten kräftige Kursgewinne verbuchen. Sie verteuerten sich um 6,88 % auf 20,20 Euro. Das Unternehmen hatte bekannt gegeben, dass es für das dritte Quartal zwar einen Verlust erwarte, aber insgesamt mit einem Gewinn das Geschäftsjahr abschließen werde und mit einer Erholung ab dem ersten Quartal 2002 rechne. Ebenfalls zulegen konnten konnten die Aktien des Elektronikkonzerns Philips . Sie kosteten mit 30,51 Euro 1,53 % mehr.

Wien - Bei leichtem Umsatz schwächer

Die Wiener Börse hat bei leichten Umsätzen schwächer tendiert. Der ATX-Index notierte bei 1 244,05 Punkten 0,14 % im Minus. Im Mittelpunkt standen die Titel der österreichischen Elektizitätswirtschafts AG Verbund. Trotz Händlerangaben zufolge stabiler Quartalszahlen gaben Verbund-Aktien rund 0,25 % auf 108,24 Euro nach. "Die Zahlen waren recht positiv, aber es wird vom Markt nicht honoriert", sagte eine Händlerin.

Brüsseler Börse im Minus

Die Brüssler Börse hat im Minus notiert. Der Leitindex Bel-20 fiel um 0,18 % auf 2947,18 Punkte. Im Fokus standen die Aktien der belgischen Brauerei Interbrew, die einem Zeitungsbericht zufolge für die Übernahme der deutschen Brauerei Becks bis zu 3,2 Mrd. DM bezahlen will. Die Papiere von Interbrew notierten mit 31,11 Euro 2,14 % schwächer. "Der deutsche Biermarkt wird als gesättigt angesehen und Becks ist nur die viertgrößte Brauerei in Deutschland", erklärte ein Händler die Kursverluste.

Stockholm - Mit dem europäischen Trend schwächer

Dem Trend an den europäischen Nachbarbörsen folgend hat die Stockholmer Börse Kursverluste verbucht. Der OMX-Index rutschte um 0,81 % auf 818,45 Zähler. Volvo -Aktien verloren 1,5 skr und kosteten damit 158 skr, nachdem der schwedische Fahrzeug-Hersteller bei Bekanntgabe der Quartalszahlen einen 40 % niedrigeren Gewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum und schwache Umsatzprognosen für Europa und Nordamerika ausgewiesen hatte.

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