Unternehmensübernahmen
Kommentar: Die Welle rollt

FRANKFURT. Der Kursverfall an den weltweiten Aktienmärkten zu Beginn des Jahres konnte dem Geschäft mit den Unternehmensübernahmen nur wenig anhaben: Die Welle rollt weiter. Obwohl die Banken ihre Kapazitäten schon aufgestockt haben, werden einige bald Zeit- und Personalnot spüren: Vor allem die Steuerreform wird die Firmen im zweiten Halbjahr dazu animieren, sich von ihren Beteiligungen zu trennen. Der deutsche Markt muss ohnehin im Vergleich zu angelsächsischen Märkten noch kräftig nachholen - erwartet hatten das die Experten ja schon im vergangenen Jahr.

Nun rollt die Welle weiter, doch sie erreicht nicht alle: Die Unternehmen haben ihre Erfahrungen gemacht, und sie haben daraus gelernt. Sie greifen auf etablierte Teams zurück; vorzugsweise solche, mit denen sie schon einmal erfolgreich zusammen gearbeitet haben. Das bedeutet zwangsläufig, dass die Chancen für Neueinsteiger mit jedem Tag geringer werden. Ein junges Team ohne Erfahrungen hat nicht die nötige Reputation am Markt, und der Einkaufspreis für Etablierte steigt mit jedem erfolgreichen Geschäft. Das Jahr 2001 bietet den Investmentbanken in Deutschland deshalb zwar spektakuläre Möglichkeiten wie schon lange nicht mehr. Wer sich aber am Ende des Jahres nicht auf dem deutschen Markt etabliert hat, wird kaum noch eine Chance bekommen, später Fuß zu fassen.

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