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Unternehmensverkäufe erzielen oft nicht den angestrebten Preis

Beim Verkauf von Unternehmen oder Unternehmensteilen können die Verkäufer in vielen Fällen (35%) ...

Beim Verkauf von Unternehmen oder Unternehmensteilen können die Verkäufer in vielen Fällen (35%) die eigenen Preisvorstellungen nicht durchsetzen. Der Verkaufspreis liegt dabei im Schnitt um 20% unter der ursprünglichen eigenen Bewertung. Darüber hinaus kommt es in 60% der Fälle noch nach Abschluss der Transaktion zu Wertbeeinträchtigungen des verkauften Unternehmens(-teils). Das hat eine europaweite Umfrage von KPMG unter 155 großen Unternehmen und 50 Private Equity-Häusern ergeben, die Auskunft über ihre Verkaufserfahrungen und-strategien gaben. Sie gibt Aufschluss darüber, inwiefern die Realisierung von Preisvorstellungen beim Verkauf von der Vorbereitung und der fortlaufenden Kontrolle des Veräußerungsprozesses abhängt.
Angesichts der herausragenden Bedeutung von Unternehmensveräußerungen im Rahmen der aktuellen Umstrukturierungen erachten die Entscheidungsträger Veräußerungen als integralen Bestandteil ihrer Strategie. Nahezu zwei Drittel der befragten Unternehmen und mehr als 80% der befragten Finanzinvestoren gaben an, Veräußerungen die gleiche Priorität wie Unternehmensakquisitionen einzuräumen.
Als wesentlichen Faktor für einen erfolgreichen Veräußerungsprozess gaben die Befragten den Faktor Zeit an. Doch obwohl offenbar eine ursächliche Beziehung zwischen Verzögerungen im Veräußerungsprozess und einem Preisverfall bestehen, räumten nur 39% der befragten Unternehmen und 34% der befragten Finanzinvestoren ein, einem schnellen Verkaufsprozess besondere Bedeutung beizumessen. Was den finanziellen Erfolg von Veräußerungen durch Unternehmen und Finanzinvestoren angeht, schätzen sich letztere als erfolgreicher ein: Während fast die Hälfte der Private Equity-Häuser (42%) angab, einen endgültigen Veräußerungspreis oberhalb der ursprünglichen eigenen Bewertung erzielt zu haben, konnten diese Aussage nur 19% der befragten Unternehmen bestätigen.
Der Preisverfall endet nach Angaben von mehr als der Hälfte der Befragten keineswegs mit der Unterzeichnung des Kaufvertrags. Nahezu 60% sahen sich mit Wertbeeinträchtigungen nach Abschluss der Transaktion konfrontiert. Hervorgehoben wurden diesbezüglich insbesondere Probleme bei dem Herauslösen des Verkaufsobjekts aus dem bisherigen Konzern, unvorhergesehene Inanspruchnahme von Garantien, unerwünschte steuerliche Konsequenzen sowie höhere Transaktionskosten.
Mehr dazu unter: http://www.kpmg.de/pdf/ Unternehmensverkaeufe.pdf

Quelle: FINANZ BETRIEB, 06.04.2004

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