Unternehmer-Interesse an Kontrolle der Firmenwagen berechtigt
Unfälle mit Firmenwagen müssen Vorgesetzten gemeldet werden

dpa FRANKFURT/M. Arbeitnehmer müssen Unfälle mit Firmenwagen umgehend ihren Vorgesetzten melden. Darauf hat das Arbeitsgericht Frankfurt im Prozess zwischen einem Monteur und einem Fahrstuhlunternehmen hingewiesen. In einem Vergleich habe sich der Arbeitnehmer daraufhin mit dem vorläufigen Verbleib der gegen ihn ausgesprochenen Abmahnung in der Personalakte einverstanden erklärt, teilte der Gerichtsvorsitzende am Mittwoch mit.

Nachdem es in dem Unternehmen häufiger zu Unfällen mit den Firmenfahrzeugen gekommen war, hatten die Vorgesetzten zur besseren Kontrolle die Belegschaft angewiesen, Unfälle sofort in der Firma zu melden. Gleichwohl unterließ dies der Arbeitnehmer, als er mit dem Firmenwagen gegen einen Laternenpfahl gefahren war und einen Schaden von rund 2 000 Mark verursacht hatte. Daraufhin erhielt er eine Abmahnung.

Laut Gericht hatte das Unternehmen ein berechtigtes Interesse an der Kontrolle der Firmenwagen und der Vermeidung von Unfällen. Deshalb sei auch die Anweisung, dem Vorgesetzten einen Unfall umgehend anzuzeigen, als verhältnismäßig anzusehen. Komme ein Arbeitnehmer einer solchen Aufforderung in mehreren Fällen nicht nach, riskiere er sogar den Verlust des Arbeitsplatzes sagte der Gerichtsvorsitzende.

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