Unterschiedliche Erwartungen zu Siemens

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Unterschiedliche Erwartungen zu Siemens

Analysten rechnen bei der Siemens AG für das Geschäftsjahr 1999/00 mit einem Gewinn je Aktie (EPS) von 4,7 bis 5,1 Euro.

dpa/afx FRANKFURT. Für die Bilanzpressekonferenz am Donnerstag erwarten die Experten keine Überraschungen. "Ich habe keine besonderen Erwartungen", sagte Analyst Ralph Herre von der Landesbank Baden-Württemberg. Der Analyst rechnet mit einem EPS von 5,02 Euro (Vorjahr 2,63 Euro), während der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) nach seiner Einschätzung bei 5,3 Mrd. Euro nach rund 3 Mrd. Euro im Vorjahr liegen dürfte.

Eggert Kuls von M.M. Warburg geht von einem EPS von 4,71 Euro aus. Auch er verwies auf die bereits genannten Unternehmenszahlen, die bereits zeigten, wohin die Richtung geht.

Analyst Simon Scholes von der Bankgesellschaft Berlin rechnet mit einem EBIT von 5,2 Mrd. Euro und mit einem EPS von 5,11 Euro. Er zeigte sich zufrieden mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr, ist jedoch für die Zukunft pessimistisch eingestellt. Er geht für das Geschäftsjahr 2000/01 lediglich von einem EPS von 5,83 Euro aus. Während bislang die Halbleitersparte und die mobile Kommunikation gut abgeschnitten hätten, sieht Scholes die wichtigsten Werttreiber bei Siemens im neuen Geschäftsjahr kritischer.

Bei der Siemens-Tochter Infineon sei unklar, ob die Erholung bei den Speicherchippreisen wie erhofft im April/Mai einsetzen werde. Und im Handybereich werde es schwierig sein, die bisherigen Erfolge, die vor allem in Deutschland erzielt wurden, zu wiederholen. Bei der Automatisierungs- und Antriebstechnik erwartet die Bankgesellschaft Berlin aber ein weiteres erfolgreiches Jahr.



Unterschiedliche Einstufung durch die Analysten

Auch wenn sich die Erwartungen der Analysten für das abgelaufene Geschäftsjahr im Großen und Ganzen deckten, scheiden sich bei der Einstufung der Siemens-Aktie die Geister.

Während die Landesbank Baden-Württemberg Siemens als "Outperformer" bestätigt, rät die Bankgesellschaft Berlin die Aktie zu "reduzieren". "Siemens ist im Zuge der Turbulenzen um TMT-Werte unter Druck geraten", erläuterte Herre von der LB Baden-Württemberg. "Das dürfte für viele Häuser der Grund für eine Abstufung der Aktie gewesen sein." Für sein Haus stünden jedoch bei der Beurteilung des Papiers mehr die fundamentalen Aspekte im Vordergrund. Diese rechtfertigten eine Einstufung als Outperformer.

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