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Unterschiedliche Signale vor Opec-Konferenz - Ölpreis fällt

Einen Tag vor der Konferenz der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) am Freitag in Kairo kommen aus den Mitgliedstaaten unterschiedliche Signale zur Förderquote.

dpa-afx KAIRO/NEW YORK/WIEN. Einen Tag vor der Konferenz der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) am Freitag in Kairo kommen aus den Mitgliedstaaten unterschiedliche Signale zur Förderquote. Opec-Präsident Purnomo Yusgiantoro (Indonesien) sprach sich trotz des jüngsten Ölpreisrückgangs für eine Produktion über der offiziellen Förderquote des Kartells von 27 Mill. Barrel täglich aus.

Der Preis für Rohöl zur Januarauslieferung fiel am New Yorker Warenterminmarkt Nymex am Donnerstag im elektronischen Handel um 48 Cent oder 1,14 Prozent auf 42,42 Dollar je Barrel (159 Liter).

IM Historischen Vergleich Ölpreis Weiter Hoch

"Weil die Nachfrage stark und die Ölpreise noch immer hoch sind, muss die Opec eine über den Quoten liegende Produktion erlauben", sagte Yusgiantoro bei seiner Ankunft in Kairo. Obwohl die Ölpreise sich deutlich von ihren Höchstkursen Mitte Oktober gelöst hätten blieben sie im historischen Vergleich hoch.

Insgesamt sieben der elf Opec-Mitglieder sollen allerdings für eine Reduzierung plädieren. Unklar ist die präzise Höhe der Überproduktion. Die Zahlen variieren zwischen 660 000 bis 1,5 Mill. Barrel pro Tag. Sollte sie sich am unteren Level bewegen würde eine zu starke Rücknahme erneut eine Verknappung und damit steigende Preise nach sich ziehen.

Venezuela FÜR Verteidiung DES Ölpreises

Venezuela rief zu einer Verteidigung des Ölpreises auf. Das Kartell sollte die Überproduktion eindämmen, sagte der Ölminister des Landes in Kairo. Auch Kuwait rief dazu auf, wieder zur offiziellen Fördergrenze von 27 Mill. Barrel zurückzukehren. Saudi-Arabien sprach sich gegen die Senkung der Förderung aus.

Der Preis für Opec-Öl ist unterdessen auf den niedrigsten Stand seit Ende Juni gefallen. Nach Angaben des Opec-Sekretariats in Wien wurde der Korbpreis für sieben wichtige Rohölsorten am Mittwoch mit 33,78 US Dollar für ein Barrel berechnet. Das waren 43 Cents weniger als am Tag davor.

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