Unterstützung der Teamkollegen
Deisler und Nowotny vor der Woche der Wahrheit

Die beiden langzeitverletzten Nationalspieler fliegen zur Nachuntersuchung zum Kniespezialisten Dr. Richard Steadman nach Vail/Colorado.

HB HAMBURG. Und die Furcht vor Rückschlägen reist mit. "Wir müssen schauen, ob noch das eine oder andere mit dem Knorpel zu machen ist", berichtete Deisler am Dienstag, einen Tag vor der geplanten Abreise. Sollte sein Knorpelschaden behoben sein, könnte es beim Neuzugang des FC Bayern München mit einem Comeback im November klappen. Dagegen sieht es bei Nowotny (Kreuzbandriss) "so aus, dass es länger dauert. Wäre alles glatt gelaufen, hätte ich im November wieder trainieren können", sagt der Abwehrchef von Bayer 04 Leverkusen.

Der dauerverletzte und in diesem Jahr praktisch noch überhaupt nicht zum Zuge gekommene Mittelfeldstar Deisler wähnt sich nach Monaten voller Sorgen um die Karriere auf dem richtigen Weg. Zwar kann er die Krücken noch immer nicht in die Ecke stellen, doch dank eines vom FC Bayern extra für den Rekonvaleszenten verpflichteten Betreuers schuftet er bereits für sein Comeback. "Ich arbeite im Kraftraum, mache Übungen mit meinem Physiotherapeuten und freue mich auf den Tag, wenn ich wieder auf dem Platz bin. Dann geht es richtig los", verkündete der 22-Jährige zuversichtlich.

Von seinen neuen Teamkollegen, die er auch ins Trainingslager an den Tegernsee begleitete, hat er "viele aufmunternde Worte" gehört, "aber ich muss mich selber motivieren und kann mir nur selber helfen", weiß Deisler, der den folgenschweren Knorpelschaden am lädierten rechten Knie im Österreich-Länderspiel am 18. Mai erlitt. Der für rund neun Millionen Euro nach München gewechselte Jungstar ("Ich weiß jetzt, dass die Gesundheit das Wichtigste ist") will sich auch von seiner Ablöse nicht unter Druck setzen lassen, hofft aber inständig, dass er von Steadman nun positive Zeichen erhält. "Ich freue mich auf den Tag, an dem ich wieder draußen bin. Das ist meine Motivation. Wenn ich das Gefühl habe, dass es hundertprozentig geht, dann habe ich auch auf dem Platz kein Problem mehr damit."

Nowotny hingegen hat sich innerlich schon darauf eingestellt, dass er erst im kommenden Jahr wieder voll mitmischen kann. Denn der erste Eingriff nach der schlimmen Verletzung aus dem Champions-League-Spiel am 30. April gegen Manchester United hat wohl nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Steadmans Arthroskopie am kommenden Montag soll zeigen, ob das gerissene Kreuzband tatsächlich nicht angewachsen ist. Dennoch reist der Bayer-Kapitän mit einer Restportion Hoffnung in die USA. Sollte eine erneute Operation aber unumgänglich sein, will sich Nowotny auch davon nicht entmutigen lassen, deutete er im "kicker" an: "Wenn es bis Januar dauern sollte, muss ich damit eben leben."

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