Unterstützung für US-Politik: Osteuropäer bereiten Solidaritätserklärung vor

Unterstützung für US-Politik
Osteuropäer bereiten Solidaritätserklärung vor

Die USA erhalten im Ringen um eine internationale Zustimmung für ihre Irak-Politik wachsende Unterstützung von Staaten aus Ost- und Südosteuropa. Bis zu zehn Länder, darunter zahlreiche Nato-Kandidaten, wollen sich mit einer neuen Solidaritätserklärung den Irak-Plänen Washingtons anschließen, berichteten Nachrichtenagenturen am Mittwoch.

HB/dpa BRATISLAVA/LJUBLJANA/BUKAREST. Der Aufruf zur Solidarität mit den USA sollte nach dem Auftritt von US-Außenminister Colin Powell im UN-Sicherheitsrat öffentlich gemacht werden. Vor knapp einer Woche hatten sich bereits Regierungs- und Staatschefs von acht europäischen Nato-Ländern mit einem Aufruf in der Irak-Frage demonstrativ an die Seite der USA gestellt.

Wie die amtliche slowakische Nachrichtenagentur TASR am Mittwoch in Bratislava berichtete, wollten Estland, Lettland, Litauen, Kroatien, Slowenien, Rumänien, Bulgarien, Albanien, Mazedonien und die Slowakei den Aufruf unterstützen. Der slowenische Außenminister Dimitrij Rupel sagte, sein Land werde nach der Rede Powells entscheiden, jedoch erst nach einer Überarbeitung des Textes zustimmen. Neun andere Staaten hätten sich der Erklärung bereits angeschlossen. "Wir sind am zögerlichsten", sagte er.

Die Gespräche über den Aufruf, dessen Wortlaut noch nicht bekannt war, wurden den Berichten zufolge in den vergangenen Tagen in New York und Washington geführt. Es stehe noch nicht fest, ob es sich dabei um eine ausdrückliche Unterstützung der US-Haltung handeln werde, sagte der Sprecher des rumänischen Ministeriums. Das kroatische Außenministerium erklärte am Mittwoch, Zagreb begrüße Anstrengungen der USA und der Nato. Es müssten aber Folgen wie eine Eskalation des Konflikts, massive Flüchtlingsströme und ein Schaden für die Weltwirtschaft bedacht werden.

Die "New York Times" hatte in ihrer Mittwoch-Ausgabe über eine gemeinsame Solidaritätsbekundung zur Irak-Position der USA berichtet, die die zehn Länder der so genannten Vilnius-Gruppe in Vorbereitung hätten.

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