Untersuchung auf Basis der Daten der Bundesanstalt für Arbeit
Mehr Mitbestimmung behindert Schaffung von Vollzeitjobs

Kündigungsschutz und betriebliche Mitbestimmung haben einer Studie zufolge negative Auswirkungen auf die Schaffung unbefristeter Vollzeitjobs.

dpa MANNHEIM. Viele Unternehmen würden lieber befristete Verträge abschließen, um die teilweise durch das Arbeitsrecht entstehenden Kosten einer Kündigung zu umgehen, berichtete das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim am Dienstag. Dies sei für den deutschen Arbeitsmarkt erstmals in einer empirischen Analyse untersucht worden, sagte Studienautor Bernhard Boockmann.

Die Untersuchung basierte auf Daten der Bundesanstalt für Arbeit (BfA) zu 4000 Betrieben. Untersucht wurden unter anderem die Auswirkungen der Lockerung des Kündigungsschutzgesetzes im Jahr 1996. Bis 1996 waren nur Betriebe mit bis zu fünf Mitarbeitern von dem Gesetz ausgenommen, nach der Änderung Betriebe mit bis zu zehn Mitarbeitern. Diese aus dem Geltungsbereich des Gesetzes herausgefallenen Betriebe hätten nach der Änderung weniger befristete Verträge abgeschlossen als vorher. Außerdem würden Betriebe mit Betriebsrat mehr befristete Verträge abschließen, hieß es.

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