Untersuchung
BASF bestreitet Beteiligung an Preisabsprachen im Farbengeschäft

Der Chemiekonzern BASF hat eine Beteiligung an illegalen Preisabsprachen im Farbengeschäft in den USA bestritten. "Die BASF ist sich nicht bewusst, gegen irgendwelche Gesetze verstoßen zu haben", sagte ein Sprecher des weltgrößten Chemiekonzerns am Dienstag in Ludwigshafen.

dpa-afx LUDWIGSHAFEN/WASHINGTON. Er bestätigte einen Bericht des "Wall Street Journal" vom Montag, wonach gegen die amerikanische BASF BASF-Tochter Corporation und vier andere der weltgrößten Farbenhersteller in den USA eine Untersuchung wegen angeblicher Preisabsprachen im Karosserie-Werkstatt-Bereich laufe.

Die BASF hatte bereits wegen verbotener Preisabsprachen bei Vitaminen seit September 1999 in den USA und Kanada insgesamt rund 1,3 Mrd. DM für Bußen und für Vergleiche gezahlt. Auch die EU-Kommission hat Kartellverfahren gegen 13 Vitamin-Hersteller wegen angeblicher Preisabsprachen eröffnet, darunter auch gegen die BASF.

Verstöße im Bereich Automobillacke

BASF-Sprecher Michael Grabicki sagte, BASF Corporation sei von den US-Behörden aufgefordert worden, Unterlagen einzureichen. "Es geht um eine Untersuchung im Zusammenhang mit kartellrechtlichen Verstößen im Bereich Automobillacke." BASF Corporation wolle der Aufforderung in vollem Umfang nachkommen. Über den Stand der Untersuchung wisse die BASF nichts. Die BASF Corporation mit Sitz in Mount Olive im US-Staat New Jersey zählt etwa 15 000 Mitarbeiter.

Nach dem Bericht des "Wall Street Journal" läuft die Untersuchung seit Januar. Das US-Justizministerium habe von den US-Unternehmen DuPont, Sherwin-Williams und PPG Industries sowie von der BASF und der niederländischen Akzo Nobel Dokumente verlangt. Eine Sprecherin des US-Justizministeriums bestätigte die Untersuchung, lehnte es jedoch ab, die einzelnen Unternehmen zu nennen.

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