Untersuchung der Analysten-Praktiken
CSFB wirft Behörden Alleingang vor

Die Investmentbank Credit Suisse First Boston (CSFB) hat der Wertschriften-Aufsicht des US-Bundesstaates Massachusetts in Zusammenhang mit der Untersuchung der Aktienanalysten-Praktiken einen Alleingang vorgeworfen.

Reuters NEW YORK. Die seltene öffentliche Kritik an einer Aufsichtsbehörde erschien am Sonntag in einem Brief des CSFB-Top Anwalts Gary Lynch an Matthew Nestor, Direktor der Wertschriften-Behörde von Massachusetts.

Massachusetts führt im Auftrag einer Koalition von 42 bundesstaatlichen Wertschriften-Aufsichtsbehörden die Untersuchung gegen CSFB. Dabei geht es um angebliche Interessenkonflikte zwischen der Aktienanalyse und dem übrigen Bankgeschäft. Gemäss Lynch hätten die Behörden am Donnerstag erklärt, CSFB müsse sofort einen am Vortag vorgelegten Einigungsvorschlag akzeptieren oder rechtliche Schritte in Kauf nehmen.

Dabei dürften die Behörden von Massachusetts eine Zivilklage wegen Betrugs gegen CSFB im Sinn haben, wie es in Zeitungsberichten hiess. Lynch kritisierte in seinem Brief, das im Alleingang ausgesprochene Ultimatum von Massachusetts untergrabe die Bemühungen um eine branchenweiten Lösung für die Frage der Unabhängigkeit von Analysten.

CSFB habe sich am 10. Oktober mit einer grossen Zahl von verschiedenen Aufsichtsbehörden getroffen, um "weitreichende Vorschläge" zur Trennung von Analyse und dem Investmentbanking zu unterbreiten. Von der Behörden in Massachusetts war vorläufig kein Kommentar verfügbar.

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