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Untersuchung: Die Märkte für Kreditrisikotransfer

Kreditderivate und Verbriefungen lösen Kreditrisiken von den ursprünglichen Kreditbeziehungen ab ...

Kreditderivate und Verbriefungen lösen Kreditrisiken von den ursprünglichen Kreditbeziehungen ab und machen sie an Märkten handelbar. Die Herausbildung von Märkten für Kreditrisikotransfer hat das Potenzial, das Bankgeschäft nachhaltig zu verändern. Die Bundesbank führte im Rahmen einer Initiative des Bankenaufsichtsausschusses (BSC) des Europäischen Systems der Zentralbanken im Spätherbst 2003 eine Erhebung unter den zehn auf diesen Märkten aktivsten deutschen Banken durch. Diese Institute traten mit 303 Mrd € als Sicherungsgeber und mit 263 Mrd € als Sicherungsnehmer auf. Die Erhebung belegt, dass rund vier Fünftel des Handels von Kreditrisiken innerhalb des globalen Bankensystems stattfinden. Bei den Instrumenten entfällt der weitaus größte Anteil auf Credit Default Swaps; unter den Referenzaktiva dominieren gute bis sehr gute Bonitäten.
Der Kreditrisikotransfer kann einen wertvollen Beitrag zur Robustheit des Finanzsystems leisten. Allerdings konzentriert sich die Intermediärfunktion auf wenige Marktteilnehmer. Daher müssen insbesondere große Marktteilnehmer über hoch entwickelte Risikomanagementsysteme verfügen. Darüber hinaus ist erhöhte Transparenz über die Risikopositionen wünschenswert, um die Marktdisziplin zu stärken. Beiden Aspekten werden die Aufsichtsbehörden künftig vermehrt Beachtung schenken.
Die Untersuchung ist abrufbar unter: http://www.bundesbank.de

Quelle: FINANZ BETRIEB, 02.06.2004

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