Untersuchung durch Kommission
Genaue Ursache des Pumpenausfalls in Temelin weiter unklar

dpa PRAG. Der Ausfall einer Pumpe im Kernkraftwerk Temelin lag nach Ansicht der tschechischen Atomsicherheitsbehörde (SUJB) nicht an der kombinierten sowjetisch-amerikanischen Technik. "Die Behauptung, dass sich die russische Technik nicht mit dem US-Leitsystem versteht, ist unbewiesen", sagte SUJB-Chefin Dana Drabova der Prager Tageszeitung "Pravo" (Dienstag-Ausgabe). Eine Kommission untersuche derzeit die genaue Ursache des Pumpenausfalls vom Samstag, sagte sie. Nach dem Vorfall hatte sich das Kraftwerk automatisch abgeschaltet.

An diesem Mittwoch will der österreichische Bundespräsident Thomas Klestil in Prag mit seinem Amtskollegen Vaclav Havel auch über das grenznahe Atomkraftwerk reden. Der Pumpenausfall war das dritte technische Problem in den letzten acht Wochen in Temelin. Die Schwierigkeiten könnten die für Frühjahr 2001 geplante kommerzielle Inbetriebnahme der Anlage etwas verzögern, berichtete die Tageszeitung "Mlada fronta Dnes".

In Temelin war am Samstag die seit dem 11. Oktober laufende Kernspaltung für zwei Tage gestoppt worden, weil im ersten Reaktorblock eine Pumpe im Sekundärkreislauf ausgefallen war. Drabova sagte: "Der Sekundärkreislauf ist ein tschechisches Projekt." Der Primärkreislauf habe "wie ein Uhrwerk" funktioniert.

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