Untersuchung kann bis zu zwei Jahre dauern
Taipeh: Ermittlungen konzentrieren sich auf Startbeleuchtung

ap TAIPEH. Knapp eine Woche nach dem Flugzeugunglück in Taipeh konzentrieren sich die Ermittlungen nun auf die Frage, ob die Befeuerung an der gesperrten Startbahn angeschaltet war oder nicht. Das teilte der taiwanische Chefermittler Kay Yong am Montag mit. Bei dem Unglück am Dienstag voriger Woche kamen 81 der 179 Inasassen einer Boeing 747-400 der Gesellschaft Singapore Airlines ums Leben. Die Maschine war beim Start versehentlich auf die gesperrte Startbahn geraten und hatte kurz vor dem Abheben zwei Kräne gerammt. Das Flugzeug brach auseinander und ging in Flammen auf.

Wenn beide Seiten der Startbahn beleuchtet gewesen seien, könnte der Pilot die gesperrte Rollbahn für seine freie Piste gehalten haben Gas gegeben haben, sagte Yong. Die Sicht in der Unglücksnacht war sehr schlecht, ein aufziehender Taifun brachte heftige Regenfälle und Sturmböen. Die Fluglotsen in Taipeh haben kein Bodenradar, auf dem sie hätten erkennen können, dass das Flugzeug auf dem falschen Weg rollt. Die Unglücksbahn verläuft parallel zu der eigentlich vorgesehen Startbahn. Die Besatzung und die überlebenden Passagiere würden immer noch befragt, sagte Yong. Nach seinen Angaben kann aber ein Pilotenfehler als Ursache noch nicht mit letzter Sicherheit angenommen werden. Die Untersuchungen können noch ein bis zwei Jahre dauern.



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