Untersuchung mit 180 Kätzchen
Auch Katzen bekommen Krebs durch Passivrauchen

Auch bei Katzen erhöht Passivrauchen nach Erkenntnis von US-Forschern das Krebsrisiko. Ein Team der Tufts Universität in Cambridge (US-Staat Massachusetts) fand bei einer Untersuchung mit 180 Kätzchen, dass die Rauchbelastung das Risiko einer bestimmten Form von Lymphomknotenkrebs je nach Stärke bis auf das Vierfache erhöht.

dpa PHILADELPHIA. Die Studie biete nach Auskunft der Universität ausreichende Gründe, einen möglichen Zusammenhang zwischen Passivrauchen und diesen so genannten Non-Hodgkin-Lymphomen auch beim Menschen zu untersuchen. Dieser Krebs sei dem bei den Katzen diagnostizierten Lymphom sehr ähnlich.

Im "American Journal of Epidemiology" vom Donnerstag berichten die Tufts-Forscher, dass sich bei Katzen in Haushalten mit einem Raucher das Lymphom-Risiko etwa verdoppelt. Das Zusammenleben mit zwei Rauchern erhöhte das Risiko auf mehr als das Vierfache. Im Mittel lag das Risiko für Katzen aus Raucher-Haushalten 2,4 Mal über dem von Artgenossen mit einem rauchfreien Zuhause. In die Studie hatten die Forscher Katzen aufgenommen, die zwischen 1993 und 2000 an der Tierklinik der Universität behandelt worden waren. Nach Angaben der Hochschule handelt es sich um die erste Untersuchung ihrer Art.

Katzen nehmen den Zigarettenrauch nicht nur durch die Lunge auf, sondern auch durch die Fellpflege, wenn sie Rauchpartikel von ihrem Fell lecken. Lymphome führen bei drei Viertel aller Tiere innerhalb eines Jahres zum Tod. Sie sind die am häufigsten vorkommende Tumorart bei Katzen, hieß es dazu aus Tierarzt-Kreisen.

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