Untersuchung wegen Verdacht auf Insider-Handel
Merill Lynch-Aktie verliert

Der Kurs der Merrill Lynch-Aktie ist am Mittwoch wegen Verwicklung des Wertpapierhandelhauses in eine Insider-Untersuchung im frühen New Yorker Handel um über 7 % auf 31,40 Dollar gesunken. Der Gesamtmarkt verlor derweil ein bis zeitweise fast 3 %.

Reuters NEW YORK. Der Energie- und Handelsausschuss des US-Repräsentantenhauses hatte am Vorabend von Merrill Lynch weitere Unterlagen zur ImClone Systems-Transaktion angefordert. Der Ausschuss will wegen des Verdachts auf Insidergeschäfte vor der Ablehnung eines Medikaments durch die US-Gesundheitsbehörde FDA die Namen der Merrill-Broker und deren Kunden sowie Einzelheiten zu Transaktionen des Merrill-Büros in Roseland, New Jersey erfahren.

Die Freundin des ehemaligen ImClone-Chairmans Sam Waksal, Martha Stewart, sagte, sie habe etwa 4000 Imclone-Aktien am Tag vor der FDA-Ablehnung verkauft, weil sie und Merrill Lynch-Broker Peter Bacanovic den Verkauf der Aktien bei einem Kursrückgang auf ein bestimmtes Niveau vereinbart hätten. Waksal war am 12. Juni wegen Insiderhandels verhaftet worden. Er weist aber die Vorwürfe zurück. Bacanovic arbeitet nicht mehr bei Merrill Lynch.

Die Merrill Lynch-Aktie hatte bereits am Dienstag im Sog der drastischen Kursverluste von Citigroup (15,7 %) und J.P.Morgan (18 %) um 5,5 % am Wert verloren. Die beiden Banken stehen dem Untersuchungsausschuss des Senats zufolge unter Verdacht, dem mittlerweile insolventen Energie-Händler Enron und zehn weiteren Unternehmen Kredite in Milliarden-Dollar-Höhe mittels verschleierter Rohstoff-Geschäfte bereitgestellt zu haben.

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