Untersuchung zur Praxis in England eingeleitet
Vermarktung von Fußball-Fernsehrechten im Visier der EU

Die exklusive Vermarktung von Fußball-Fernsehrechten ist erneut ins Visier der Wettbewerbswächter der Europäischen Union geraten.

ap BRÜSSEL. Die EU-Kommission in Brüssel teilte am Montag mit, dass man eine vorläufige Untersuchung zur Vermarktung in der Premier League eröffnet habe - der höchsten englischen Fußballliga. Bereits im Juli wurde ein Verfahren gegen den europäischen Fußballverband UEFA wegen der Vergabekonditionen für die Fernsehrechte in der Champions League eingeleitet.

"In zahlreichen Punkten ähnelt die Praxis in England der der UEFA", sagte EU-Sprecherin Amelia Torres. Man habe die Verträge vom englischen Ligaverband angefordert und um Informationen über den Ablauf der Rechteverkäufe gebeten. Die Spiele der Premier League und der Champions League zählen zu den Fußballübertragungen mit den weltweit meisten Zuschauern.

An der Vermarktung von Champions-League-Spielen hatte die EU kritisiert, dass der Verkauf sämtlicher Rechte sowohl für frei empfangbare Programme als auch für Pay-TV an eine Rundfunkanstalt pro Land über mehrere Jahre hinweg einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht der Gemeinschaft darstellen könne.

Das System kann nach Einschätzung der Kommission dazu führen, dass der Zugang zu Fußball-Übertragungen im Fernsehen für viele Zuschauer nicht mehr finanzierbar ist. Weil die UEFA sämtliche Haupt- und Finalrunden der Champions League vermarkte, könnten sich nur größere Medienkonzerne den Erwerb dieses Rechtebündels leisten.

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