Untersuchungen von schwedischen Wissenschaftlern
Kariesvorsorge mit Milch und Käse

Schwedische Biotechnologen möchten Bakterien aus Milch, Joghurt und Käse gentechnisch verändern und zur Zahnpflege verwenden. Im Tierversuch wirkte das Verfahren.

dpa NEW YORK. Ratten hatten weit weniger schädliche Zahnbakterien, wenn sie mit den präparierten Milchprodukten gefüttert wurden. Der vor Karies und Zahnverfall schützende Effekt hielt über Wochen an, berichten schwedische Forscher in der in New York erscheinenden Fachzeitschrift "Nature Biotechnology" vom Samstag.

Lennart Hammarström vom Zentrum für Zahnbiologie des Karolinska Institutes in Stockholm nahm den gentechnischen Eingriff an einem unschädlichen Bakterium vor, das in vielen Milchprodukten vorkommt. Es ist als Lactobacillus zeae bekannt. Hammarström brachte das "gute" Bakterium durch eine genetische Veränderung dazu, einen Antikörper gegen schädliche Zahnbakterien zu produzieren.

Diese Antikörper beeinträchtigte das Karies verursachende Bakterium Streptococcus mutans. Tatsächlich hatten Ratten, die mit den Streptokokken-Bakterien infiziert worden waren, weit weniger von den schädlichen Erregern im Mundraum, wenn sie die gentechnisch veränderten Lactobacillus-Bakterien mit der Milch erhalten hatten. Nach einer Weile hatten sie auch deutlich weniger Karies. Laut Hammarström und Kollegen hielt der schützende Effekt bis zu drei Wochen an.

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