Untersuchungsausschus zur Spendenaffäre
Schreiber nun doch zur Aussage bereit

Nach jahrelangem Zögern ist der Waffenlobbyist Karlheinz Schreiber nun doch bereit, sich vom Bundestags- Untersuchungsausschuss zur CDU-Spendenaffäre vernehmen lassen. Das bestätigte der SPD-Obmann im Ausschuss, Frank Hofmann.

dpa BERLIN. Hofmann bezeichnete Schreiber als "zentralen Zeugen" in der Affäre. Er ist gleich in mehrere Fälle verwickelt, die der Ausschuss seit zwei Jahren aufzuklären versucht. Bekannt ist Schreiber durch die Übergabe einer 100 000-Mark-Spende geworden, die er 1994 der CDU zukommen ließ. Über die Umstände der Übergabe streiten sich der ehemalige CDU-Chef Wolfgang Schäuble und Ex-Schatzmeisterin Brigitte Baumeister. Außerdem hat er nach den bisherigen Erkenntnissen im Sommer 1991 an den damaligen CDU-Schatzmeister Walther Leisler Kiep eine Million DM in bar auf einem Parkplatz in der Schweiz übergeben. Bei beiden Sachverhalten gibt es noch gravierende Unklarheiten.

Die Bereitschaft Schreibers zu einer Vernehmung im deutschen Konsulat in Toronto Mitte Mai sei von seinem Anwalt mitgeteilt worden, sagte Hofmann weiter. Als Termin hätte der Verteidiger den 13. und 14. Mai vorgeschlagen. Ob Schreiber allerdings zu allen Aspekten der Affäre aussagen wird, ist noch unklar. Schreiber schon einmal seine grundsätzliche Bereitschaft zu einer Aussage erklärt, diese dann aber widerrufen.

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