Untersuchungsbericht des französischen Verkehrsministeriums
Brand im Nachtzug: Reisende waren eingeschlossen

Eine Reihe von Mängeln und Pannen sollen zu den verheerenden Folgen des Schlafwagenbrandes im Nachtzug von Paris nach München am 6. November 2002 mit zwölf Toten beigetragen haben.

HB/dpa NANCY. Zu diesem Schluss kommt ein Untersuchungsbericht des französischen Verkehrsministeriums, aus dem die Regionalzeitung "L'Est républicain" am Montag zitierte. So sei die Zugangstür in dem Waggon der Deutschen Bahn vorschriftswidrig von innen verriegelt gewesen, und ein zweiter Feuerlöscher fehlte. Der technische Unfallbericht soll am Dienstag veröffentlicht werden. Unter den Toten waren auch drei Deutsche.

"Nichteingehaltene Vorschriften hatten bei diesem Unfall schwere Folgen", heißt es in dem Bericht. "Die Reisenden waren eingeschlossen, und es ging Zeit für die Rettung verloren." Kritisiert wird dabei auch, dass die Nothämmer zum Einschlagen von Scheiben nicht genügend sichtbar gewesen seien. Wegen der von innen verriegelten Tür habe der Mechaniker nicht zum Feuer vordringen können. "Die Feuerwehr musste ein geeignetes Werkzeug suchen, um die Tür zu öffnen." Der Bericht empfiehlt, den älteren Waggontyp nicht wieder in Betrieb zu nehmen.

Die noch nicht abgeschlossenen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Nancy müssen auch klären, wer Verantwortung für den Brand trägt.

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