Untreue-Verdacht bleibt bestehen
Rheinland-Pfalz: Ermittlungen gegen CDU-Chef gehen weiter

dpa MAINZ. Die Staatsanwaltschaft Mainz will das Verfahren gegen den rheinland-pfälzischen CDU-Chef Christoph Böhr fortsetzen. Böhr habe das Angebot ausgeschlagen, die Ermittlungen wegen Untreue- Verdachts gegen Zahlung einer Geldauflage von 15 000 DM zu beenden, teilte der Leitende Oberstaatsanwalt Klaus Puderbach am Dienstag mit.

Nach Ansicht der Ermittler ist eine Broschüre zur Fußball-WM 1998 mit Bildern des CDU-Fraktions - und Landesvorsitzenden unrechtmäßig zur Hälfte mit Fraktionsgeldern finanziert worden. "Wenn sich nichts Wesentliches ändert, müssen wir die Aufhebung der Immunität beantragen", sagte Puderbach. Das Verfahren werde vermutlich noch einige Wochen andauern.

Nach Ansicht der Ermittler gehört die Broschüre nicht zur parlamentarischen Arbeit der Fraktion. Das mit einer Auflage von 1,2 Mill. Exemplaren erschienene Heft kostete rund 130 000 DM (etwa 66 000 Euro) und wurde je zur Hälfte aus der CDU-Fraktions - und der Landeskasse bezahlt.

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