Unveränderte Dividende
Generali will Ostgeschäft weiter forcieren

Die Generali Holding Vienna AG hat im Jahr 2002 trotz der Flutkatastrophe und hohen Abschreibungen auf die Kapitalanlagen das Konzernergebnis gesteigert. Generali wird für 2002 eine unveränderte Dividende von 1,82 Euro je Aktie ausschütten, teilte der Versicherer am Donnerstag mit.

Reuters WIEN. 2003 solle die Neuausrichtung als Finanzkonzern fortgesetzt und die Kostenstruktur weiter verbessert werden. Gleichzeitig soll aber der Ausbau des Osteuropa-Geschäftes weiter forciert werden, heißt es in der Mitteilung.

Generali gehört zur italienischen Generali-Gruppe. In der Versicherungsgruppe ist die Generali für Österreich und das Osteuropa-Geschäft zuständig. Erst im Dezember hatte es in der Gruppe eine Neuaufteilung der Geschäftsbereiche gegeben. Generali Wien hat sich in diesem Kontext aus Deutschland zurück gezogen und ihre 40,4 Prozent an der AMB Generali Lloyd GmbH in Aachen an die deutsche Schwester AMB-Generali abgegeben. Dabei wurde laut Generali-Finanzvorstand Walter Steidl ein Kursgewinn von 330 Millionen Euro realisiert, der in der Bilanz für 2002 enthalten sei.

Generali Vienna notierte zuletzt mit 156,0 (155,0) Euro. Seit Jänner liegt die Aktie rund fünf Prozent im Plus, während der ATX 0,5 Prozent zulegte.

Bei einem um 4,5 Prozent höheren Prämienaufkommen von 2,62 Milliarden Euro einen Jahresüberschuss von 26,8 (14,7) Millionen Euro erzielt. Das Ergebnis vor Steuern wurde von Generali mit 58,1 (23,9) Millionen Euro angegeben. 541,2 Millionen Euro der gesamten Prämien entfielen auf die Märkte Ungarn, Slowakei, Tschechien, Polen, Rumänien, Slowenien und Kroatien. In dieser Region sei ein Wachstum von 28,8 Prozent erzielt worden. Der Anteil Osteuropas an den Prämien habe sich auf 22 (18) Prozent erhöht.

Osteuropa sei auch die erklärte Expansionsregion. In den Aufbau seien 2002 rund 130 Millionen Euro investiert worden, wobei der Großteil auf die Übernahme auf den Kauf der Zurich Financial Services Group-Aktivitäten in Polen, Ungarn, Slowakei und Tschechien entfallen sei.

"Der weitere Aufbau der CEE-Märkte wird von Wien aus weiter forciert", so Generali. Bis 2005 wolle man das Prämienaufkommen in dieser Region auf über 900 Millionen Euro steigern, was einem Anteil von 30 Prozent an den gesamten Prämien entsprechen werde. Bis 2005 schließlich sollen alle Länder "break even" erreichen. In Kroatien, dem Land, in das Generali erst 2002 gegangen sei, solle bis 2009 der break even schaffen, heißt es in der Mitteilung.

Im Inland hat laut Generali das Prämienaufkommen stagniert. Es wurde mit 1,9 Milliarden Euro angegeben, was einem Rückgang von 0,8 Prozent entspricht.

Die Abschreibungen im Zuge der Krise an den Finanzmärkten bezifferte Generali mit 301 Millionen Euro. Die "stillen Reserven" hätten sich auf 377,8 Millionen Euro reduziert. Die gesamten Kapitalanlagen seien 2002 um 4,9 Prozent auf 8,22 Milliarden Euro gewachsen, wobei der Aktienanteil um 0,8 Prozent auf 252,5 Millionen Euro zurückgefahren worden sei. Generali halte am Niederstwertprinzip fest, zukünftige "stille Lasten" sollen dadurch vermieden werden.

Bei den Kosten hat Generali hat nach eigenen Angaben 40 Millionen Euro gespart. Bis 2005 soll die Kostensenkung um weitere 24 Millionen Euro pro Jahr erhöht werden. Wichtiger Beitrag sei dabei die Auslagerung der IT-Angelegenheiten an die deutsche Schwester AMB-Generali.

2003 soll sich die Straffung des Konzernes schon positiv bemerkbar machen. Im laufenden Jahr solle die Expansion in Osteuropa forciert werden, am Heimmarkt soll die Position gefestigt werden.

Die Dividende soll auch für das Jahr 2003 stabil gehalten werden. 2001 hatte die Generali Holding Vienna eine Dividende von 1,45 Euro plus 0,37 Euro Bonus ausgeschüttet.

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