Unveränderte Dividende
Wasser lässt die RWE-Gewinne sprudeln

Der Energiekonzern RWE hat im Rumpfgeschäftsjahr 2001 alle wichtigen Gewinnkennziffern zweistellig gesteigert.

dpa ESSEN. Das Geschäft mit dem Wasser lässt beim Versorgungskonzern RWE die Gewinne sprudeln. Vier Prozent vom Umsatz, doch bereits ein Fünftel vom Betriebsergebnis trug das neue Geschäftsfeld neben Strom, Gas und Umweltdienstleistungen im Rumpfgeschäftsjahr 2001 zum Konzerngesamtergebnis bei. RWE-Vorstandschef Dietmar Kuhnt versprach am Dienstag in Essen bei der Vorlage der Geschäftszahlen für Juli bis Dezember 2001, dass RWE das profitabelste Wasserunternehmen der Welt werden wolle. Auch im laufenden Jahr werde bei Wasser ein weiteres Ergebnisplus erwartet.

Insgesamt steigerte RWE vor allem durch die erstmalige Einbeziehung von Thames Water im Berichtszeitraum seinen Umsatz um 12,8 Prozent auf 33,3 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis kletterte um 21,2 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro. Kuhnt kündigte für das laufende Geschäftsjahr eine weitere Steigerung des Ergebnisses im Vergleich zum Pro-Forma-Ergebnis 2001 (4 Milliarden Euro) an.

Beim Strom, der rund die Hälfte zum Betriebsergebnis beitrug, sieht Kuhnt RWE auf dem Weg zum Kostenführer im europäischen Wettbewerb. Ein Kostensenkungsprogramm und stabile Strompreise sollen dafür sorgen, dass das Betriebsergebnis beim Strom im laufenden Jahr zweistellig zulegen wird. Nach der geplanten Übernahme des britischen Marktführers Innogy wird RWE zweitgrößter Stromproduzent in Europa.

Nach den großen Firmenübernahmen der vergangenen Monate werde RWE nun die Integration der neuen Unternehmensbestandteile vorantreiben. Weitere Großkäufe schloss Kuhnt jedoch nicht aus. «Wenn sich die Gelegenheit ergibt, werde wir das prüfen», betonte er. RWE hatte seine milliardenschwere Einkaufstour im Versorgungsbereich im September 2000 mit dem Kauf des drittgrößten Wasserdienstleisters der Welt, der britischen Thames Water begonnen. Für den Kauf von Thames Water, des amerikanischen Wasserunternehmens American Water Works, der tschechischen Transgas und von Innogy wendet RWE insgesamt rund 21,2 Milliarden Euro auf.

Das Nettoergebnis stieg um 26 Prozent auf 621 Millionen Euro. Die Führungsgesellschaft RWE AG schlägt die Ausschüttung einer Dividende von einem Euro für das Kalendergeschäftsjahr 2001 vor. Die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich um 4,1 Prozent auf rund 156 000 zum Jahresende.

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