Unwirtschaftliche Alternative
CDU warnt vor Ausbau der Windenergie

Der umweltpolitische Sprecher der Union im Bundestag, Kurt-Dieter Grill, hat sich gegen einen weiteren Ausbau der Windenergie in Deutschland ausgesprochen. Ökologisch und ökonomisch stoße man bei der Windenergie an die Grenzen, sagte Grill.

rtr BERLIN. Grill beklagte, dass in manchen Regionen das Landschaftsbild bereits von Windkraftanlagen beherrscht werde. "Wir sind inzwischen an einem Punkt angekommen, wo vielerorts das Maß des Erträglichen überschritten ist", sagte Grill, der auch Vorsitzender der Enquete-Kommission Energieversorgung des Bundestages ist. Für den Protest der sieben ostfriesischen Inseln gegen einen geplanten großen Windpark in der Zwölfmeilen-Zone vor der Küste äußerte Grill volles Verständnis. So sei etwa auf der Ostsee-Insel Rügen der Bau neuer Windkraftanlagen verboten worden, weil eine weitere Beeinträchtigung der Landschaft und des Haupterwerbszweig Fremdenverkehr nicht mehr hingenommen werde, sagte Grill.

Aber auch aus wirtschaftlichen Aspekten sei die Pläne der rot-grünen Bundesregierung unrealistisch, den Anteil der Windkraft an der Energieerzeugung in Deutschland auf ein Viertel zu steigern, sagte Grill. Das würde zu einer Versechsfachung der gegenwärtigen Kapazitäten führen und wegen der hohen Subventionen die "Verbraucher und die mittelständische Wirtschaft auf's Schwerste belasten". Grill sprach sich für eine Reduzierung der Subventionen für die Windenergie aus. Diese seien nicht mehr gerechtfertigt. Die Windenergie müsse sich aus eigener Kraft dem Wettbewerb stellen, forderte Grill.

Die Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen wird in Deutschland mit Billigung der Europäischen Kommission gesetzlich gefördert. Die Pläne der rot-grünen Bundesregierung sehen bis 2030 einen Anteil der Windenergie von 25 Prozent an der Stromversorgung vor. Nach Einschätzung des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) wird Strom aus Windkraftanlagen 2002 zum wichtigsten Wachstumsfaktor für erneuerbare Energien. Das IWR geht davon aus, dass Windenergie im nächsten Jahr noch vor Wasser zur wichtigsten regenerativen Energiequelle wird.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%