Unzufriedenheit mit Regierung
Enttäuschte Hongkonger sorgen für geringe Wahlbeteiligung

dpa HONGKONG. Bei der zweiten Wahl seit der Rückgabe Hongkongs an China hat es am Sonntag nur eine geringe Wahlbeteiligung gegeben. Als Ursache wurden Unzufriedenheit mit der Regierung, politische Skandale und Enttäuschung über die ohnehin mangelnden Mitsprachmöglichkeiten angeführt. Nur 24 der 60 Sitze im Legislativrat, dem Hongkonger Parlament, werden direkt vom Volk gewählt.

Insgesamt wurde mit einer Wahlbeteiligung von unter 45 % der 3,06 Mill. Wahlberechtigten gerechnet. Die Mehrheit der Mitglieder des Parlaments wird von ausgesuchten Wahlkomitees ernannt, die den loyal zu Peking stehenden Abgeordneten auch bei Gewinnen des china-kritischen demokratischen Lagers die Mehrheit sichern.

Der von Peking ausgesuchte Regierungschef Tung Chee-Hwa genießt immer weniger Vertrauen unter den Hongkongern, die in den vergangenen Monaten ihre Unzufriedenheit über seinen autokratischen Stil und Vorwürfe wegen Vetternwirtschaft kund taten. Bei der ersten Wahl nach der Rückgabe der ehemaligen britischen Kronkolonie im Juli 1997 hatten 1998 zumindest 53 % der Wähler ihre Stimme abgegeben.

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