Unzulässige Ladung
Hamburger Zoll stoppt israelisches Schiff

Der deutsche Zoll hat am Mittwoch im Hamburger Hafen ein Schiff aus Israel wegen einer falsch deklarierter Ladung gestoppt. Es handelt sich dabei unter anderem um Gummiteile, die auch für Panzerketten verwendet werden können.

dpa/HB HAMBURG. Diese Teile dürfen nach israelischen Bestimmungen nicht in Drittländer exportiert werden. Israelischen Medienberichten zufolge war die Ladung für Thailand deklariert, tatsächliches Ziel sei aber möglicherweise Iran gewesen. Die Hamburger Polizei hatte nach eigenen Angaben keine Kenntnis von dem Vorgang.

Eine Sprecherin des israelischen Verteidigungsministerium bestätigte nach Angaben der Zeitung "Haaretz" am Mittwochabend, dass das Schiff mit militärischen Ausrüstungsgegenständen im Hamburger Hafen vom deutschen Zoll aufgebracht worden sei. In der Mitteilung hieß es den Angaben zufolge, die Zollbehörden hätten etwa 3000 Gummi- Puffer für Panzerfahrzeuge beschlagnahmt. Das Schiff mit einer Besatzung aus Israelis und Angehörigen anderer Nationalitäten habe bereits mehrere Tage in Hamburg gelegen.

Die Exportlieferung der israelischen Firma PAD wurde nach Medienberichten genehmigt, weil als Zielort Thailand angegeben war. Inzwischen seien polizeiliche Ermittlungen in Gang, hieß es. PAD gehört einem israelischen Staatsbürger der in Verbindung mit einem anderen Israeli stehe, der bereits vor drei Jahren im Verdacht gestanden habe, versucht zu haben, Panzermotoren nach Iran zu exportieren, schrieb "Haaretz" in der Online-Ausgabe unter Berufung auf das erste Programm des israelischen Fernsehens.

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