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UPC und Primacom verschieben Fusion

Die Kabelnetzbetreiber UPC und Primacom verschieben ihre geplante Fusion um sechs bis acht Wochen.

BERLIN. Dies wollen nach Informationen des Handelsblatts beide Unternehmen am Montag vor Börsenbeginn mitteilen. Nach den ursprünglichen Plänen sollten die Primacom-Aktionäre dem Vorhaben auf der Hauptversammlung am Dienstag zustimmen. Wie es in Unternehmenskreisen heißt, war dies jedoch nicht mehr sicher, weil der US-Konzern Liberty Media indirekt die Mehrheit an UPC hält.

Primacom vor Hauptversammlung unter Druck

Der US-Konzern verhandelt derzeit mit der Deutschen Telekom über den Kauf des größten Teils ihrer Kabelnetze für 5 Mrd. $. In Ostdeutschland und Rheinland-Pfalz bedienen aber UPC und Primacom die meisten der künftigen Liberty-Kabelhaushalte auf den letzten Metern des Fernsehkabels, zum Beispiel in Hausverteilanlagen. Primacom-Großaktionäre fürchten daher, dass ihr Unternehmen künftig von Liberty abhängig werden könnte.

Wie es weiter in den Kreisen heißt, überdenkt Liberty sein Vorhaben, nach dem Telekom-Deal weitere kleinere Kabelanbieter zu kaufen. Liberty werde UPC zunächst eine Kooperation anbieten. Danach soll die UPC-Primacom-Fusion stattfinden. Beide Unternehmen bringen zusammen 2,3 Millionen Haushalte in das fusionierte Unternehmen ein.

Donata Riedel ist Handelsblatt-Korrespondentin in Berlin.
Donata Riedel
Handelsblatt / Korrespondentin
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