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Ur-Modell der Fernsehtürme - 50 Jahre Stuttgarter «Nadel»

Stuttgart (dpa) - Die Stuttgarter «Nadel» feiert Geburtstag: Am 10. Juni vor 50 Jahren setzte der damalige Südfunk-Intendant Fritz Eberhard den ersten Spatenstich für den Bau des Stuttgarter Fernsehturms, rund 20 Monate später wurde das heutige Wahrzeichen der Stadt in Betrieb genommen. Mit seiner Höhe von 217 Metern gilt der Turm als das Ur-Modell für die Fernsehtürme in aller Welt.

Stuttgart (dpa) - Die Stuttgarter «Nadel» feiert Geburtstag: Am 10. Juni vor 50 Jahren setzte der damalige Südfunk-Intendant Fritz Eberhard den ersten Spatenstich für den Bau des Stuttgarter Fernsehturms, rund 20 Monate später wurde das heutige Wahrzeichen der Stadt in Betrieb genommen. Mit seiner Höhe von 217 Metern gilt der Turm als das Ur-Modell für die Fernsehtürme in aller Welt.

Ursprünglich wollte der damalige Süddeutsche Rundfunk seine Antennen für die Ausstrahlung der Fernseh- und der UKW-Radiosendungen auf einen der damals üblichen 200 Meter hohen, mit Drahtseilen gesicherten Gittermasten aus Eisen stellen. Dieses Projekt rief den Brückenbauer und Statiker Fritz Leonhardt aus Stuttgart sowie den Ingenieur Erwin Heinle und den Architekten Rudolf Gutbrod auf den Plan. Ihre Idee: eine elegante Betonnadel mit vierstöckigem Turmkorb mit Fernsicht-Möglichkeiten für Touristen und einem Restaurant.

Zunächst noch als «Schandmal» und «Schildbürgerstreich» betitelt, setzte sich der Turm im Wald von Degerloch schließlich als Wahrzeichen und Kulturdenkmal durch. Die Baukosten von 4,2 Millionen Mark (rund 2,14 Millionen Euro) wurden von den Eintrittspreisen bereits nach fünf Jahren gedeckt. Heute reicht der Blick von der Aussichtsplattform auf die Stadt über die Weinberglandschaft des Neckartales sowie bis zur Alb und zum Schwarzwald. An einigen Tagen ist auch das Panorama der Alpen zu sehen.

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