Urabstimmung wahrscheinlich
Bau-Gewerkschaft steht vor Streik

Nach dem Scheitern der Schlichtung in der Baubranche mit ihren rund 950 000 Beschäftigten bereitet sich die Bau-Gewerkschaft erstmals seit 53 Jahren auf einen bundesweiten Streik vor.

Reuters FRANKFURT. Der Bundesvorstand der IG BAU werde mit großer Wahrscheinlichkeit die Einleitung der Urabstimmung beschließen, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft an Montag. Am Nachmittag will der IG Bau-Bundesvorstand in Gießen über die Urabstimmung entscheiden. Die Schlichtung zwischen IG BAU und Arbeitgebern war am Samstag in Berlin gescheitert. IG BAU-Chef Klaus Wiesehügel sagte danach, er halte die Entscheidung für einen Arbeitskampf für wahrscheinlich. Auch der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Thomas Bauer, sagte, er rechne mit Streiks und einer schwierigen Situation für die Betriebe.

Bauer sagte, man habe der IG BAU ab September 2002 bis März 2003 3,0 % mehr Lohn geboten. Wegen mehrerer Monate ohne Einkommenserhöhung bewertete die Gewerkschaft dies mit einem Gesamtvolumen von 1,75 %. Wiesehügel kritisierte, dass der Mindestlohn von 8,63 Euro in Ostdeutschland bis zum August 2002 beibehalten und nicht erhöht werden sollte. Er gehe davon aus, dass der Bundesvorstand eine Urabstimmung beschließen werde. Früheren Aussagen der IG BAU zufolge könnten Streiks am 17. Juni beginnen.

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