Urkundenfälschung
Frankreichs Ex-Minister Strauss-Kahn muss vor Gericht

dpa-AFX PARIS. Der frühere französische Wirtschafts- und Finanzminister Dominique Strauss-Kahn muss sich wegen Urkundenfälschung vor Gericht verantworten. Das gab die französische Justiz am Mittwoch bekannt. Der Sozialist Strauss-Kahn wird beschuldigt, Mitte der 90er Jahre als Berater der Studentenversicherung MNEF ohne Gegenleistung Scheinhonorare in Höhe von insgesamt 603.000 FFR (umgerechnet rund 180.000 DM) angenommen zu haben. Strauss-Kahn hatte unter dem Druck dieser Affäre im November 1999 zurücktreten müssen.

Vor wenigen Wochen war der einstige "Super-Minister" wegen einer weiteren Affäre ins Gerede gekommen. Strauss-Kahn gestand, ein brisantes Video mit Aussagen eines inzwischen gestorbenen Führungsmitgliedes der gaullistischen RPR-Partei von Präsident Jacques Chirac besessen zu haben. Die Aufzeichnung belastet Chirac, Ende der 80er Jahre direkt an Praktiken illegaler Parteienfinanzierung beteiligt gewesen zu sein. Strauss-Kahn wurde verdächtigt, er habe aus dem Besitz des Videos politisches Kapital schlagen wollen, was er jedoch bestritt.

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