Urlauber könnten auch in der Hand von Nomaden-Stämmen sein
31 vermisste Sahara-Touristen wohl im Süden Algeriens

Der Aufenthaltsort der 31 vermissten Sahara- Touristen ist nach einem Bericht der algerischen Tageszeitung "Le Matin" bekannt. Demnach könne es bereits in den nächsten Tagen zu einer "entscheidenden" Entwicklung im Süden kommen, hieß es am Donnerstag.

HB/dpa ALGIER. Das Blatt in Algier geht davon aus, dass die vermissten Wüstenurlauber, darunter 15 Deutsche, entführt worden sind. Es nennt allerdings wenig Einzelheiten. Frankreich habe Algerien bei der Suchaktion im Süden mit einem Militärsatelliten unterstützt, hieß es.

Nach Angaben aus französischen Diplomatenkreisen in Algier sollen sich die Touristen "auf dem riesigen Wüstenhochplateau Tassili N'Ajjer" im algerischen Südosten befinden, berichtete die Zeitung. Das algerische Militär habe in der jüngsten Zeit verstärkt Einheiten in der Region zusammengezogen. Das deute darauf hin, "dass sich diese Affäre auf ihr Ende zubewege." Untermauert würde dies auch durch Angaben aus den Sicherheitsstreitkräften, wonach die Lage unter Kontrolle sei.

Andere Spekulationen in der Tageszeitung "L'Expression" (Algier) vom Donnerstag sehen die 31 Touristen möglicherweise in der Hand von Nomaden-Stämmen in den Grenzregionen von Algerien, Mali, Niger und Libyen. Die Zeitung macht darauf aufmerksam, dass diese wandernden Stämme mit erheblichen sozialen und politischen Problemen zu kämpfen hätten. Falls die teilweise schon seit zwei Monaten verschollenen Touristen am Leben seien, könnten sie nur bei einem dieser Stämme sein, schreibt das Blatt unter Berufung auf einen Sicherheitsbeamten.

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