Ursache des Absturzes noch immer nicht völlig geklärt
Überführung toter Soldaten am ersten Weihnachtstag

Die Bundeswehr will ihre sieben bei einem Hubschrauberabsturz in Afghanistan getöteten Soldaten am ersten Weihnachtstag nach Deutschland überführen. Der Termin sei aber noch nicht ganz sicher, weil das Wetter in Kabul einen pünktlichen Start des Flugzeugs verzögern könne, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums am Dienstag in Berlin.

HB/dpa BERLIN. Die Bundeswehr geht derweil weiter von einem "technischen Problem im Getriebe des Hauptrotors" als Absturzursache aus. In Kabul wurden die Wrackteile des Helikopters eingesammelt und für den Rücktransport vorbereitet. Vor einer weiteren Untersuchung in Deutschland könnte die Ursache nicht abschließend beurteilt werden, sagte die Ministeriumssprecherin.

Die von einer Bundeswehr-Abordnung aus Kabul begleiteten Särge werden zunächst nach Termes in Usbekistan geflogen und dort in einen Airbus der Luftwaffe umgeladen. Auf dem Flughafen Köln-Bonn ist dann am Mittwoch ein militärisches Zeremoniell geplant, an dem neben den Angehörigen auch Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) und der Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, teilnehmen wollen.

Die zentrale Trauerfeier soll dann am Sonntag im Bonner Münster stattfinden. Auch daran will Struck teilnehmen. Bei dem Zeremoniell am Flughafen Köln-Wahn werden Abordnungen aus den Heimatstandorten der Toten für die mit der Deutschlandfahne verhüllten Särge ein Ehrenspalier aus Fackelträgern bilden. Die Verunglückten waren in Laupheim (Baden-Württemberg), Rheine (Nordrhein-Westfalen) und Faßberg (Niedersachsen) stationiert. Ein Militärdekan wird ein Gebet sprechen und eine Militärkapelle das Lied "Ich hatt' einen Kameraden" intonieren, bevor Leichenwagen die Toten in die Heimatorte der Soldaten bringen.

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