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Ursache für Schul-Einsturz vermutlich Umbaufehler

Der Teileinsturz einer Schule in Mecklenburg-Vorpommern, bei dem fünf Menschen ums Leben kamen, ist vermutlich auf Fehler bei den Sanierungsarbeiten zurückzuführen.

dpa GOLDBERG/SCHWERIN. Der Teileinsturz einer Schule in Mecklenburg-Vorpommern, bei dem fünf Menschen ums Leben kamen, ist vermutlich auf Fehler bei den Sanierungsarbeiten zurückzuführen.

"Im Erdgeschoss wurde eine tragende Wand entfernt, der Teil stürzte zusammen wie ein Kartenhaus", sagte der Bausachverständige Mario Binder der dpa am Sonntag in Goldberg. Bei dem Unglück waren am Freitag fünf Bauarbeiter ums Leben gekommen und weitere fünf zum Teil schwer verletzt worden. Einer von ihnen schwebt nach Polizeiangaben noch in Lebensgefahr.

Ob bei den Arbeiten an dem Plattenbau möglicherweise Abstützungen nicht vorschriftsgemäß angebracht wurden, könne noch nicht geklärt werden. Die genaue Untersuchung werde wohl noch mehrere Wochen dauern, betonte Binder. "Es wird wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung, Körperverletzung und Baugefährdung ermittelt", erklärte der Einsatzleiter der Schweriner Kriminalpolizei, Hartmut Szodruch.

Nach dem Unglück am Freitag waren zunächst zwei Bauleute tot geborgen worden. In der Nacht zum Samstag entdeckten Rettungsmannschaften dann die Leichen von drei vermissten Handwerkern in den Trümmern des eingestürzten Plattenbaus.

Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) sprach den Hinterbliebenen sein tiefes Mitgefühl aus. Vor dem Unglücksort legten Einwohner Goldbergs Blumen und Kränze ab. Zudem erinnert ein großes Holzkreuz an die Opfer des Einsturzes. "Ich bedaure zutiefst, dass keiner der Vermissten lebend geborgen werden konnte", sagte Ringstorff.

Der Gebäudeflügel der Regionalschule "Walter Husemann" war am Freitag gegen Mittag eingestürzt. Der 25 Jahre alte Bau sollte saniert werden. Rund 200 Schüler hielten sich in anderen Teilen des viergeschossigen Gebäudekomplexes auf.

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