Ursache weiter unklar
Explosionsgefahr nach Güterzug-Unglück gebannt

Beim Zusammenstoß von zwei mit Chemikalien beladenen Güterzügen sind am Montagabend im Bahnhof von Bad Münder bei Hameln hochgiftige Gase frei gesetzt worden. Es habe aber keine Gefahr für die Anwohner bestanden, sagte eine Sprecherin des Bundesgrenzschutzes (BGS) in der Nacht zum Dienstag.

ddp BAD MÜNDER. Die Ursache für das Zugunglück im niedersächsischen Bad Münder ist weiter unklar. Derweil gehen die Aufräumarbeiten an der Unglücksstelle voran. Die kollidierten und teilweise ineinander verkeilten Güterzüge sollten im Laufe des Dienstag auseinandergezogen werden. Erst dann sei klar, ob weiterhin Gase aufsteigen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Unglücksstelle blieb zunächst weiter weiträumig abgesperrt. Die Explosionsgefahr ist aber nach Angaben der Feuerwehr gebannt.

Zur Schadenshöhe konnte die Bahn noch keine Angaben machen. Zunächst müsse der Schaumteppich, der die Unglücksstelle bedecke, entfernt werden, sagte ein Sprecher. Dann könne geprüft werden, ob der Bahndamm beschädigt und der Boden mit Chemikalien kontaminiert sei und abgetragen werden müsse.

Auf der Bahnstrecke waren am Montagabend gegen 20.45 Uhr zwei Güterzüge frontal zusammengestoßen. Dabei geriet ein Kesselwagen mit der Chemikalie Epichlorhydrin in Brand und explodierte. Die beiden Lokführer wurden leicht verletzt. Weitere Menschen kamen nicht zu Schaden. Etwa 80 Patienten aus einem nahe gelegenen Rehazentrum wurden vorübergehend ausquartiert. Ebenso mussten rund 70 Einwohner zeitweilig ihre Wohnungen verlassen.

Der mit der giftigen Chemikalie beladene Güterzug war mit insgesamt 18 Waggons auf dem Weg nach Mannheim. Der zweite Güterzug war mit Kali beladen nach Hamburg unterwegs. Wie lange die Bahnstrecke zwischen Hameln und Springe gesperrt bleibt, konnte ein Bahnsprecher am Dienstagmorgen noch nicht sagen. Auf der Strecke werden Busse eingesetzt.

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