Urteil bestätigt
Urteil gegen Headhunter rechtskräftig

Demnach sind Unternehmen, die über Personalberater Mitarbeiter per Telefon an ihrem Arbeitsplatz von der Konkurrenz abwerben wollen, künftig schadenersatzpflichtig.

dpa STUTTGART/KÖLN. Dem Abwerben qualifizierter Mitarbeiter durch so genannte Headhunter haben die Gerichte offenbar einen Riegel vorgeschoben. Nach einem Bericht des Wirtschaftsmagazins "Capital" vom Montag wurde ein Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart bundesweit rechtskräftig. Demnach sind Unternehmen, die über Personalberater Mitarbeiter per Telefon an ihrem Arbeitsplatz von der Konkurrenz abwerben wollen, künftig schadenersatzpflichtig. Das Gericht bestätigte das Urteil.

Das Gaildorfer Informationstechnik-Systemhaus Bechtle AG hatte geklagt und vom Stuttgarter Oberlandesgericht Recht bekommen. Die Anrufe eines Personalberaters seien "öfter, als es uns lieb war" bei Mitarbeitern des Unternehmens eingegangen, sagte ein Sprecher der dpa am Montag. Betroffen gewesen seien nicht nur "die oberen Etagen", sondern auch Mitarbeiter aus der mittleren Ebene des Dienstleisters.

Nach dem "Capital"-Bericht lehnte der Bundesgerichtshof (BGH) nun eine Revision gegen das Urteil ab. Der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU), Jochen Kienbaum, kommentierte das Urteil laut dem Bericht als "Schlag ins Kontor".

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