Urteil der technischen Analysten gespalten
Ende der Bären-Rally?

Unterschiedliche Akzente setzen technische Analysten bei der Beurteilung der Dax-Entwicklung in der begonnenen Woche. Am optimistischsten sieht Wieland Staud die kurzfristige Dax-Zukunft.

vwd FRANKFURT. Zwei erwarten eine eher düstere Phase. Michael Riesner von der DG Bank sieht die erste Unterstützung bei 4880 Punkten, die darauf folgende liege bei 4730 Zählern. Für Ludwig Gutmann von der Bayerischen Landesbank ist der "Kampf um die 5000-er Marke" erneut entbrannt. Auch er erwartet den Markt rückläufig. Dagegen sieht Wieland Staud von Staud Research den Markt in einer Seitwärts-Bewegung um die 5000 Punkte und erwartet im Anschluss eine Erholungsbewegung. Der Dax sei zum dritten Mal an seinem Widerstand bei 5070 Punkten gescheitert, stellt Michael Riesner fest. Die in den vergangenen Wochen gute Stimmungslage dürfte damit vorbei sein.

Ähnlich sieht es Ludwig Gutmann. Für ihn ist "kein Ende des Bärenmarktes in Sicht". Angesichts der überkauften Lage sei mit weiteren Kursrückschlägen zu rechnen. Falls die Wall Street die März-Abwärtstrendlinien nicht nachhaltig überwinde, sei mit einem Ende der Bärenmarkt-Rally zu rechnen. Er vermisst besonders eine markant negative Stimmung, ein Boden sei erst erreicht, wenn "Panik" aufkomme. Die jüngste Entwicklung von Einzelwerten zeige, so Gutmann, wie "schmerzhaft" es sein könne, gegen den vorherrschenden Abwärtstrend zu handeln. Nach Fresenius und der Deutschen Telekom seien nun auch MLP auf ein neues Tief gefallen.

Deutlich optimistischer sieht Wieland Staud in die Zukunft. Als wahrscheinliches Szenario erwartet er in der laufenden Woche eine Seitwärtsbewegung um die 5000 Punkte. Die Unterstützung bei 4870 Punkten werde halten. In der darauf folgenden Zeit erwartet er eine Aufwärtsbewegung bis 5800 Punkte. Er rechnet damit, dass in diesem Jahr die in den vergangenen Jahren zu beobachtende "Sommer-Schwäche" nicht statt finden wird. Die Anleger, die auf Grund der Erfahrung der vergangenen Jahren gelernt hätten, hätten alle bereits verkauft, der Markt sei also "sauber".
Sollte der Dax allerdings gegen seine Erwartung die Marke von 4870 Zählern durchbbrechen, werde auch die Marke von 4770 unterschritten werden. "Dann müssen wir uns neue Unterstützungen suchen", ergänzt Staud.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%