Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt/Main
Keine Kündigung bei verspätetem ärztlichen Attest

ddp-vwd DÜSSELDORF. Arbeitnehmer, die ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung verspätet abgeben, müssen mit Auswirkungen auf die Zahlung des Krankenlohnes rechnen. Eine Kündigung wegen eines verspätet vorgelegten Attestes muss man allerdings nicht hinnehmen. Auf ein entsprechendes Urteil des Arbeitsgerichtes Frankfurt am Main verwies die Arag-Rechtsschutzversicherung in Düsseldorf. (AZ: 9 Ca 6978/00)

Ein Arbeitgeber hatte einem langjährigen Mitarbeiter nach Abmahnung die Kündigung ausgesprochen, als dieser mehrere ärztliche Atteste verspätet abgab. Der Mitarbeiter klagte vor dem Arbeitsgericht und bekam Recht. Eine unverzügliche Attestvorlage sei nur eine arbeitsrechtliche Nebenpflicht, begründeten die Richter ihre Entscheidung. Zudem habe der Arbeitnehmer seinen Vorgesetzten immer rechtzeitig telefonisch von Krankheiten unterrichtet. Dadurch wurde die Reaktion mit einer fristlosen Kündigung von den Juristen als zu drastisch eingestuft.

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