Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt
Neue Arbeitsabläufe kein Grund zur Kündigung

Die bloße "Änderung der Arbeitsabläufe" ist noch kein Grund für die betriebsbedingte Kündigung eines Arbeitnehmers. Das geht aus einem am Mittwoch bekannt gewordenen Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt hervor.

HB/dpa FRANKFURT. Die Richter gaben damit der Klage eines Hilfsarbeiters gegen ein Dämmstoff-Unternehmen statt und erklärten dessen Kündigung für unwirksam (Az.: 5 Ca 10109/01).

Im Kündigungsschreiben wurde von dem Unternehmen lediglich erwähnt, dass "durch die vollständige Änderung der Arbeitsabläufe" der Arbeitsplatz des Hilfsarbeiters weggefallen sei. Einzelheiten zu Art und Umfang dieser Neuorganisation enthielt das Schreiben jedoch nicht.

Nach Darstellung des Gerichts hätte die Firma mitteilen müssen, in welcher Weise genau der Arbeitsplatz des Hilfsarbeiters von der Änderung der Arbeitsabläufe berührt werde, ob es mit ihm vergleichbare Arbeitnehmer gebe und warum keine Weiterbeschäftigung an anderer Stelle im Unternehmen möglich sei. Erst dann müsse der Verlust des Arbeitsplatzes vom Arbeitnehmer hingenommen werden.

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