Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt
Probezeit: Subjektive Gründe für Kündigung

Bei einer Kündigung während der gesetzlichen Probezeit ist auch der Betriebsrat lediglich über die "subjektiven Gründe" zu informieren.

dpa FRANKFURT/MAIN. Das geht aus einem am Freitag bekannt gewordenen Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt hervor. Die Richter wiesen damit die Klage eines Kochs gegen ein Möbelunternehmen zurück und erklärten dessen Kündigung für zulässig (Az: 9 Ca 5699/01).

Fünf Monate nach seiner Einstellung war dem Arbeitnehmer wieder gekündigt worden. In dem Schreiben an den Betriebsrat hieß es lediglich, der Koch entspreche nicht "den Vorstellungen des Unternehmens". Der gekündigte Mitarbeiter wandte sich vor Gericht gegen die Kündigung mit dem Hinweis, die Anhörung des Betriebsrates sei unvollständig, weil sie nur "subjektive Wertungen", nicht aber ein objektiv feststellbares Fehlverhalten beinhalte. Nach Darstellung des Gerichts reicht bei Kündigung in den ersten sechs Monaten, also während der gesetzlichen Probezeit, eine "vereinfachte" Anhörung des Betriebsrats aus.

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