Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt
Vortäuschen eines Arbeitsunfalls rechtfertigt fristlose Kündigung

dpa FRANKFURT/M. Ein vorgetäuschter Arbeitsunfall rechtfertigt die fristlose Entlassung eines Arbeitnehmers. Das hat das Arbeitsgericht in Frankfurt in zwei am Freitag in Frankfurt bekannt gewordenen Urteilen festgestellt. Die Richter wiesen damit die Klagen zweier Montagearbeiter gegen eine Leiharbeitsfirma zurück (Az: 7 Ca 227/01 und 7/8 Ca 694/01).

Einer der Arbeitnehmer, die im Auftrag ihres Arbeitgebers bei einer Metallfirma eingesetzt waren, hatte seinem Vorgesetzten telefonisch mitgeteilt, er habe an seinem Arbeitsplatz "giftige Dämpfe" eingeatmet und könne nicht weiter arbeiten. Eine Stunde später meldete sich der zweite Mitarbeiter mit der Nachricht, ihm sei ein schwerer Stahlträger auf die Hand gefallen. Nachfragen ergaben jedoch, dass sich solche Unfälle nicht ereignet hatten. Der Gerichtsvorsitzende nannte das Verhalten der Kläger "reinen Betrug", den sich ein Unternehmen nicht bieten lassen müsse.

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